Wetter Einschränkungen durch Schnee und Eis werden weniger

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Morgen vor Glatteis. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Der Deutsche Wetterdienst warnt am Morgen vor Glatteis. Foto
© Moritz Frankenberg/dpa
Nach dem Schneefall der vergangenen Tage sorgten Tauwetter und gefrierender Regen nun zunächst für rutschige Straßen. Doch Besserung ist in Sicht.

Erst Schnee, dann Regen und Tauwetter führen am Montag zu Eis und Glätte – davor warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Bis zum Nachmittag waren die Auswirkungen aber deutlich geringer als am Freitag und am Wochenende. Berichte über Unfälle gab es bis zum Nachmittag kaum. Schulen blieben noch einmal geschlossen, im Nahverkehr besserte sich die Lage bereits merklich.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn lief es am Morgen in Niedersachsen und Bremen überwiegend normal, wie eine Sprecherin sagte. Vereinzelt könne es jedoch weiter zu Teilausfällen oder kleineren Störungen kommen. Zudem würde der ICE zwischen Berlin und Frankfurt am Main derzeit nicht in Braunschweig und Hildesheim halten und die Höchstgeschwindigkeit sei teilweise gedrosselt.

Einschränkungen bei Regios werden weniger

Bei den Regionalbahnen von Metronom und Enno fielen am Morgen und auch danach einige Züge aus, wie die Unternehmen auf ihren Internetseiten mitteilten. Die Strecken seien teilweise zu stark vereist. Später stabilisierte sich der Betrieb bei Metronom und der Enno-Linie RE 30.

Bei Erixx gab es Probleme bei den Linien RB42 und 43. Auf den übrigen Erixx-Strecken läuft der Betrieb überwiegend stabil, sagte ein Sprecher. Auch das Bahnunternehmen Start Niedersachsen-Mitte teilte mit, wieder regulär unterwegs zu sein.

Nahverkehr in Hannover besser sich, noch Probleme in Bremen

Bei der S-Bahn Hannover läuft der Verkehr noch nicht wieder ganz rund. So falle die Linie S3 zwischen Hannover und Hildesheim weiterhin aus. Zudem könne der Bahnhof Hannover Messe/Laatzen nicht bedient werden, hieß es. Bei den Straßenbahnen und Bussen in Hannover normalisierte sich der Betrieb und weitere Teile des Netzes wurden wieder bedient. 

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In Bremen bedienten Straßenbahnen und Busse nur einen Teil des Angebotes. Vor allem bei den Bahnen kam es wegen Streckenschäden durch Schnee und Eis zu Ausfällen.

An den Flughäfen Hannover und Bremen läuft der Flugbetrieb trotz der winterlichen Bedingungen weitgehend regulär. Es gebe keine größeren Probleme, teilten beide Airports auf Anfrage am Morgen mit.

Müll wurde nicht überall abgeholt

Bei der Müllabholung gab es nochmal Probleme. Der einsetzende Eisregen stoppte die Arbeiter etwa in Teilen der Region Hannover. Weil Personal auch beim Winterdienst im Einsatz sei, könnten ausgefallene Fahrten nicht nachgeholt werden. Ähnlich war die Lage in den Landkreisen Göttingen, Hameln-Pyrmont oder Leer. Im Landkreis Leer soll in den kommenden Tagen auch Müll mitgenommen werden, der in Säcken neben den Mülltonnen liegt.

Schüler bleiben nochmal zu Hause

Bei den Schulen führten die glatten Straßen in Niedersachsen und Bremen nochmal zu Ausfällen. Der reguläre Unterricht war in beiden Bundesländern abgesagt. Viele Schulen setzten aber auf Distanzunterricht: Entweder per Video-Unterricht oder mit Aufgaben, die zu Hause erledigt werden sollten. Für Schülerinnen und Schüler bis zur zehnten Klasse war eine Notbetreuung vorgesehen. Die Einrichtungen blieben also nicht geschlossen.

Wie schon am Freitag öffneten auf einigen Inseln allerdings die Schulen für regulären Unterricht, etwa auf Langeoog und Wangerooge. Dort sollten teilweise die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Auf Wangerooge etwa konnte der Schulbusverkehr nicht ausfallen, da es auf der Insel bis auf Einsatzfahrzeuge keine Autos gibt.

Bereits am Freitag hatten die Schülerinnen und Schüler in den beiden Bundesländern keinen regulären Unterricht. Grund waren der heftige Schneefall und die Warnung vor Sturm und Schneeverwehungen. Für Dienstag meldete nun der Landkreis Peine, dass dort wieder Präsenzunterricht stattfinden soll.

Tauwetter naht

Am Montag sollte es vor allem im Harz noch bis in die Abendstunden glatt sein, auch in der Nacht kann es nochmal zu Frost und Glätte kommen. Die Höchstwerte für Niedersachsen liegen tagsüber mit bis zu fünf Grad aber vielerorts wieder über dem Gefrierpunkt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD)  mitteilte. Der Trend soll sich in den kommenden Tagen fortsetzen, mit bis zu 7 Grad am Dienstag und bis zu 9 Grad am Mittwoch.

dpa