Blutspenden
Blutkonserven-Mangel überwunden: "Tolle Spendenbereitschaft"

Das Rote Kreuz hat wieder ausreichend Blutkonserven vorrätig. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Das Rote Kreuz hat wieder ausreichend Blutkonserven vorrätig. (Archivbild) Foto
© Rolf Vennenbernd/dpa
Mitte Januar hatte das Rote Kreuz eindringlich zu Blutspenden aufgerufen. Der Engpass hatte schon konkrete Folgen.

Der Engpass bei Blutkonserven in Thüringen und Sachsen-Anhalt ist vorerst überwunden. "Es gab eine tolle Spendenbereitschaft und wir sind seit einigen Tagen wieder versorgungssicher", sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes. Alle Anfragen aus Kliniken könnten bedient werden. Es gebe aber noch etwas Sorge, ob Spender ihre geplanten Spenden für Februar und März vorgezogen hätten - und dann ein erneuter Mangel auftreten könne. 

Mangel wie seit drei Jahren nicht

Im Januar hatte das Rote Kreuz dringend zu Blutspenden aufgerufen. Der Mangel sei so gravierend gewesen wie in den drei Jahren zuvor nicht, sagte der Sprecher. "In dem Stand, in dem wir waren, haben einige Krankenhäuser schon angefangen, Eingriffe zu schieben." 

Der Engpass habe mehrere Gründe gehabt: Zum einen hätten die Krankenhäuser deutlich mehr Konserven angefordert als üblich. Dazu sei die frühe Grippewelle im Dezember gekommen. Über die Weihnachtsfeiertage gebe es generell weniger Spender. Und mit Sturmtief Elli im Januar seien an einem Tag statt geplanten 2.700 Spendern nur 700 gekommen. 

Puffer für Notfälle benötigt

Auf dem aktuellen Stand könne man sich aber nicht ausruhen. "Es ist total wichtig, dass die Leute weiter spenden." Am knappsten seien aktuell die Blutgruppen A positiv, 0 positiv und B negativ. "Da sind wir gerade so an der Schmerzgrenze." Manche Konserven hielten nur wenige Tage. 

Es brauche einen ausreichenden Puffer für Notfälle. Beim Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt seien etwa in einer Stunde mehrere Hundert Konserven geliefert worden. Solche Ereignisse führten zwar in der Regel auch zu mehr Spendenbereitschaft - aber für den akuten Bedarf sei das zu spät.

dpa