Tarifverhandlungen Gewerkschaft erhöht Druck vor Tarifrunde an Schulen und Unis

Beschäftigte fordern bessere Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen im Bildungssektor. (Archivbild) Foto: Kristin Schmidt/dpa-
Beschäftigte fordern bessere Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen im Bildungssektor. (Archivbild) Foto
© Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Kurz vor der nächsten Tarifrunde machen Gewerkschaften in Sachsen mit landesweiten Warnstreiks an Hochschulen und Schulen mobil. Sie fordern spürbare Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen.

Mit Warnstreiks an Hochschulen und Schulen haben Beschäftigte in Sachsen den Druck vor der nächsten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erhöht. Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen mitteilte, versammelten sich in Leipzig am Mittwochvormittag rund 500 Beschäftigte von Universitäten, Hochschulen, Studierendenwerken und wissenschaftlichen Einrichtungen. Auch in anderen Teilen Sachsens - etwa in Dresden, Chemnitz und Görlitz - gab es Aktionen.

Die GEW fordert zusammen mit anderen Gewerkschaften für die Landesbeschäftigten sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro im Monat. Auszubildende und Praktikanten sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen. Zudem verlangt die Gewerkschaft einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte sowie Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, unter anderem ein Ende des "Befristungsmissbrauchs".

Wachsende Unzufriedenheit

"Die Beteiligung an den heutigen Aktionen zeigt klar, dass sich die Beschäftigten an den Hochschulen die Zustände an den Hochschulen nicht mehr gefallen lassen", sagte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende David Jugel. Gerade niedrig bezahlte und in Teilzeit beschäftigte Mitarbeitende litten unter der Inflation

Hintergrund der Aktionen sind die Tarifverhandlungen für rund 2,6 Millionen Beschäftigte der Länder, darunter etwa 100.000 in Sachsen. Arbeitgeberseite ist die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Diese hatte die Ausweitung der Warnstreiks zuletzt kritisiert und betont, man habe in den bisherigen Gesprächen Eckpunkte für einen möglichen Einigungskorridor vorgelegt. Dieser sehe unter anderem Entgelterhöhungen leicht oberhalb der Inflation in mehreren Stufen über mehrere Haushaltsjahre vor, was insgesamt etwa fünf Prozent entsprechen würde. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar in Potsdam geplant.

Bundesweiter Streiktag am Donnerstag

Für Donnerstag hat die GEW zudem zu einem bundesweiten Streiktag Bildung aufgerufen. In Leipzig ist eine Auftaktkundgebung geplant.

dpa