Tarifverhandlungen Neue Warnstreiks an Sachsens Schulen und Hochschulen geplant

Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte fordern bessere Bezahlung (Archivbild) Foto: Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte fordern bessere Bezahlung (Archivbild) Foto
© Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
In Sachsen stehen auch nächste Woche Warnstreiks an Schulen und Hochschulen an. Was Eltern, Studierende und Beschäftigte jetzt erwartet.

Studierende und Eltern von schulpflichtigen Kindern in Sachsen müssen sich nächste Woche auf weitere Warnstreiks an Schulen und Hochschulen einstellen. Wie die Bildungsgewerkschaft GEW mitteilte, sind schon diese Woche Warnstreiks an Schulen geplant - zunächst am Mittwoch (21. Januar) im Raum Leipzig und am Freitag (23. Januar) im Raum Dresden. In der darauffolgenden Woche sollen die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet werden.

Am Montag (26. Januar) ist ein Warnstreik im Raum Zwickau angekündigt, am Dienstag (27. Januar) im Raum Chemnitz und am Mittwoch (28. Januar) im Raum Görlitz. Zudem sollen Beschäftigte an Hochschulen am 28. Januar an einem bundesweiten Aktionstag teilnehmen - unter anderem in Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Was Beschäftigte verlangen

Hintergrund ist die Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Länder, mindestens aber 300 Euro. Praktikanten und Auszubildende sollen 200 Euro mehr monatlich erhalten. Für studentische Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen fordern die Gewerkschaften zudem die flächendeckende Einführung tariflicher Regelungen, einschließlich einer Mindestvertragslaufzeit und einer Mindestvergütung. Bislang gilt ein solcher Tarifvertrag nur in Berlin. 

GEW-Landeschef Burkhard Naumann begründete die Streiks mit hoher Belastung und Personalmangel. Viele Beschäftigte leisteten unbezahlte Überstunden. "Das Mindeste, was wir verlangen, sind ordentliche Tarifsteigerungen", erklärte er.

Was die Arbeitgeberseite sagt

Die Arbeitgeberseite weist die Forderungen zurück. TdL-Chef Andreas Dressel sprach Ende letzten Jahres von "astronomischen Forderungen", die nicht in die Zeit passten. Die verlangten Erhöhungen würden die Länder jährlich mit rund vier Milliarden Euro belasten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant.

dpa