Selbstbestimmungsgesetz Psychiater über Transidentität: "Lange habe ich geglaubt, dass transidente Menschen krank seien"

In Houston, Texas, findet eine Demo für Transrechte statt
Mehr Rechte für Transpersonen: In Deutschland können transidente Menschen ihren Namen und ihr Geschlecht im Pass bald mit einer einfachen Erklärung beim Standesamt ändern lassen
© Imago
Transpersonen können ihren Geschlechtseintrag bald einfacher ändern. Psychiater Bernd Meyenburg hat über Jahrzehnte transidente Jugendliche begleitet. Erst, weil er dachte, sie heilen zu müssen, dann weil er verstand, wie sehr sie leiden. Hier erklärt er, warum er das neue Gesetz befürwortet, aber falsch findet, dass schon 14-Jährige ihr Geschlecht umtragen lassen können.

Herr Meyenburg, der Geschlechtseintrag im Pass soll sich bald durch eine einfache Erklärung beim Standesamt ändern lassen. Bislang brauchte es dafür zwei psychiatrische Gutachten. Als Kinder- und Jugendpsychiater haben Sie hunderte davon durchgeführt. Halten Sie es für richtig, dass solche Gutachten künftig nicht mehr nötig sein werden?
Unbedingt. Das ist ein Segen. Diese Gutachten sind überflüssig.


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