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Rezeptfreie Hormonbombe: Ärzte warnen vor sorglosem Umgang mit der "Pille danach"

Seit März ist die "Pille danach" rezeptfrei erhältlich. Der Verkauf des Medikaments sei seitdem sprunghaft angestiegen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor einem sorglosen Umgang.

Seitdem die "Pille danach" rezeptfrei erhältlich ist, ist der Verkauf der Hormonbombe rasant angestiegen

Seitdem die "Pille danach" rezeptfrei erhältlich ist, ist der Verkauf der Hormonbombe rasant angestiegen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor einem sorglosen Umgang mit der "Pille danach". Die CSU-Politikerin äußerte sich am Freitag besorgt über Berichte, denen zufolge der Verkauf des Medikaments sprunghaft angestiegen sei.

Seit Mitte März sind in Deutschland Notfallverhütungsmittel nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne Rezept erhältlich. Statt wie bisher der Arzt soll die Apotheke die Beratung der Frauen übernehmen.

Die "Pille danach" ist kein Verhütungsmittel

Huml, selbst Ärztin, betonte, durch die Rezeptfreiheit dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Einnahme bedenkenlos möglich sei. "Es handelt sich dabei um ein stark wirksames Arzneimittel, das gravierend in den Hormonhaushalt der Frauen eingreift."

Trotz der Rezeptfreiheit bleibe vor dem Einsatz der "Pille danach" eine ärztliche Untersuchung und Beratung sehr sinnvoll. "Das gilt vor allem für minderjährige Frauen." Auf keinen Fall sollte das Medikament regelmäßig als alternatives Verhütungsmittel eingesetzt werden.

lib/DPA / DPA

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