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mRNA-Vakzin Australien entwickelt eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus – Schutz vor Omikron möglich

Ein neuer Impfstoff aus Australien gegen das Coronavirus könnte zum Einsatz kommen (Symbolfoto)
Ein neuer Impfstoff aus Australien gegen das Coronavirus könnte zum Einsatz kommen (Symbolfoto)
Während die neue Omikron-Variante die Sorge vor einer erneuten Verschlechterung der Corona-Lage erhöht, könnte die Nachricht aus Australien ein Stück weit Hoffnung bringen: Forscher haben einen neuen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Er könnte auch vor neuen Varianten schützen.

Forscher der Monash University, des Arzneimittelherstellers IDT Australia und des Doherty Institut für Infektionen und Immunität haben den ersten Corona-Impfstoff Australiens entwickelt, wie der britische "The Guardian" berichtet. Die Forschungen in Melbourne, im australischen Bundesstaat Victoria, dauerten fünf Monate.

Der Impfstoff basiert auf der mRNA-Technologie und muss zunächst noch klinische Studien überstehen. Dafür wurden etwa 450 Dosen hergestellt, welche ab Januar 150 Personen in der ersten Studienphase verabreicht werden können. Deren Ergebnisse werden Ende 2022 erwartet. Damit das Vakzin schließlich für die breite Masse zugelassen werden kann, muss es insgesamt drei klinische Studienphasen durchlaufen – das kann noch mehrere Jahre dauern.

Impfstoff lässt sich an Coronavirus-Varianten anpassen 

Die Innovationsministerin von Victoria, Jaala Pulford, sprach von einem "bedeutenden Meilenstein". Die Technologie könne zu einer "völlig neuen Grenze der individualisierten Medizin" führen und Wissenschaftlern helfen, Medikamente für andere Krankheiten, einschließlich Krebs, zu entwickeln.

Laut Colin Pouton, Professor für pharmazeutische Biologie an der Monash University, unterscheide sich der Impfstoff von den bislang existierenden Impfstoffen. "Bestehende Impfstoffe sind eigentlich Impfstoffe, die unser Immunsystem dem gesamten Spike-Protein und dem Coronavirus aussetzen", sagte er. Pouton führte fort: "Wir impfen mit dem rezeptorbindenden Bereich, der etwa ein Viertel des Spike-Proteins ausmacht." 

Der Impfstoff könnte möglicherweise auch gegen neue Covid-Varianten und gegen Omikron schützen. "Wir wissen es einfach noch nicht, weil nur eine relativ kleine Anzahl von Menschen damit infiziert wurde", so Pouton.

Ursprünglich sei das Vakzin für die inzwischen nicht mehr auftretende Beta-Version entwickelt worden, die ebenso wie die Omikron-Variante zuerst in Südafrika entdeckt worden war. Der Vorteil an der mRNA-Technologie sei aber, dass das Vakzin "sehr schnell, innerhalb von Wochen" an eine neue Virusvariante angepasst werden könnte.

Quelle: The Guardian

nk

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