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Microsoft-Gründer Bill Gates: "Ich verstehe nicht, wieso Menschen keine Masken tragen"

Bill Gates hat kein Verständnis für Menschen, die sich weigern, eine Maske zu tragen
Bill Gates hat kein Verständnis für Menschen, die sich weigern, eine Maske zu tragen
© Gian Ehrenzeller/KEYSTONE
Bill Gates wurde in der Corona-Krise zur Zielscheibe von Hasskampagnen. Das hält den Tech-Milliardär nicht davon ab, sich immer wieder zu Wort zu melden. Nun äußerte er sein Unverständnis gegenüber Menschen, die das Tragen von Masken ablehnen.

Microsoft-Gründer Bill Gates ist einer der reichsten Menschen der Welt. Mit seiner Stiftung investiert er viel Geld in die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes - diese Tatsache allein genügt, dass der Tech-Milliardär seit Monaten zur Zielscheibe von Hasskampagnen wird. Kritiker werfen ihm vor, er nutze Corona, um viel Geld zu verdienen und die Gesundheitssysteme dieser Welt unter Kontrolle zu bekommen. Einige vermuten sogar, er selbst stecke hinter dem Virus und wolle die Impfung nutzen, um den Menschen Chips zu implantieren, um sie so dauerhaft überwachen zu können.

"Es ist nicht lästig, eine Maske zu tragen"

Doch all die Schmähartikel und Behauptungen halten Gates nicht ab, sich immer wieder zu Wort zu melden. In einem Gespräch mit dem US-Portal "Fast Company" sprach der Tech-Milliardär nun erneut darüber, wie man die Ausbreitung des Coronavirus in den USA bekämpfen könne.

Eines der wichtigsten Alltags-Instrumente, um die Pandemie einzudämmen, sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dieser werde in den USA jedoch zunehmend politisiert. Dass sich Menschen weigern, eine Maske zu tragen, kann der 64-Jährige nicht nachvollziehen: "Es ist schwer zu verstehen, warum Menschen keine Maske tragen, weil es nicht lästig ist", so Gates. "Es ist nicht teuer, und dennoch sehen es einige Menschen als Einschränkung ihrer Freiheit - trotz des Risikos, andere Menschen anzustecken."

Verschwörungsmythen sind "beängstigend"

Die Verschwörungsmythen, die im Zuge der Corona-Krise an Fahrt gewinnen, seien laut Gates "beängstigend". Er befürchtet, dass die mitunter gezielt zur Desinformation beitragenden Artikel einen Anteil daran haben, dass das Tragen von Masken abgelehnt wird. Vor allem soziale Netzwerke könnten aus seiner Sicht mehr zur Eindämmung "verrückter Ideen" tun. Eine ähnliche Ablehnung könnte der Fall sein, sollte in naher Zukunft ein Impfstoff bereitstehen. Das könnte schon 2021 so weit sein, glaubt Gates. Sein Rat ist simpel: "Man sollte sich in solchen Zeiten lieber den Fakten zuwenden."

Quelle: "Fast Company"

cf

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