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Bundesärztekammer: Mehr als 2000 Behandlungsfehler im letzten Jahr

Wenn Ärzte Fehler machen, sind die Folgen meist schlimmer als in anderen Berufen. Umso genauer sieht die Bundesärztekammer hin, wenn sie jedes Jahr die Behandlungsfehler in Kliniken und Praxen innerhalb Deutschlands zählt und untersucht. 

Behandlungsfehler von Ärzten: Zwei Ärzte versetzen einen Patienten in Narkose

Ob Diagnose im Praxisraum oder am Operationstisch: Auch Ärzte sind vor Fehlentscheidungen nicht gefeit

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Die Schlichtungsstellen und Gutachter der Bundesärztekammer haben im vorigen Jahr 2213 Behandlungsfehler gezählt. Im Vergleich zu 2016 mit 2245 Fällen blieb die Gesamtzahl damit beinahe gleich, wie die Spitzenorganisation der Mediziner am Mittwoch in Berlin mitteilte. Bei 19,5 Millionen Klinikbehandlungen und einer Milliarde Arztkontakten bewege sich die Fehlerzahl "im Promillebereich". Es gebe daher keinen Grund für "Panikmache und Pfuschvorwürfe".

Gleichwohl sei jeder Behandlungsfehler "einer zu viel", betonte der Vorsitzende der Vertretung der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, Andreas Crusius, bei der Vorstellung der Jahresstatistik. Hinter jedem Fall könnten schwere menschliche Schicksale stehen. Die Ärzte steuerten daher mit Qualitätssicherung, Fehlerprophylaxe, anonymen Meldeystemen sowie gemeinsamen Dienstbesprechungen im Kollegenkreis gegen.

Behandlungsfehler führen nicht immer zu Schäden

Von den festgestellten Behandlungsfehlern führten 1783 zu Gesundheitsschäden, in 430 Fällen war dies nicht der Fall. Den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen wurden insgesamt 7307 Vorgänge zur Entscheidung vorgelegt. Am häufigsten waren Fehlervorwürfe bei Diagnosen von Knie- und Hüftgelenksarthrosen sowie Brüchen des Unterschenkels oder des Sprunggelenks, hieß es.


sve / AFP

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