VG-Wort Pixel

Corona-Variante Europas Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für Omikron-Impfstoffe von Biontech und Moderna

Fahnen mit Biontech-Logo wehen vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Mainz
Blick auf den Biontech-Hauptsitz. Auf die Omikron-Variante von Corona abgestimmte Impfstoffe des Mainzer Unternehmens und dessen US-Konkurrent Moderna wurden nun zugelassen.
© Andreas Arnold / DPA
An die Omikron-Variante BA.1 angepasste Corona-Impfstoffe werden in Kürze verfügbar sein. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Vakzinen von Biontech und Moderna die Zulassung erteilt. Kommende Woche sollen sie ausgeliefert werden.

In der Europäischen Union dürfen nun auch auf die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe eingesetzt werden. Ein Expertenausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam erteilte am Donnerstag Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna die Zulassung, die auf die Omikron-Subvariante BA.1 angepasst sind. Die Entscheidung der EMA war mit Blick auf Auffrischungsimpfkampagnen mit Ungeduld erwartet worden.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sollen die neuen Impfstoffe bereits kommende Woche in Deutschland ausgeliefert werden. Vor der EMA-Entscheidung hatte Lauterbach am Morgen in der ARD dazu geraten, die Zulassung der auf Omikron angepassten Impfstoffe abzuwarten und sich dann damit immunisieren zu lassen. 

Bivalenter Impfstoff für Omikron und frühere Varianten

Bislang wird in der EU weiterhin mit Corona-Vakzinen geimpft, die vor rund 20 Monaten zugelassen wurden. Bei den nun neu zugelassenen Vakzinen handelt es sich um sogenannte bivalente Corona-Impfstoffe, die sowohl gegen die ursprüngliche Form des Coronavirus wirken als auch gegen BA.1, einen Subtyp der Omikron-Variante des Coronavirus. 

Mittlerweile herrschen weltweit aber die neueren Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 vor. Sie hatten die jüngsten Corona-Wellen in Europa und den USA in den vergangenen Monaten verursacht.

Herbst: Spezielle Impfstoffe für Omikron BA.4 und BA.5

Die Zulassung eines auf diese beiden Subtypen zugeschnittenen Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer soll laut EMA voraussichtlich im Herbst erfolgen. In den USA erteilte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch den BA.4-/BA.5-Vakzinen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Herstellers Moderna bereits eine Notfallzulassung.

Auch Lauterbach hatte sich Mitte August im "Spiegel" dafür ausgesprochen, zur Auffrischung auf dem Omikron-Subtyp BA.4 und BA.5 basierende Impfstoffe zu verwenden – und nicht Vakzine gegen BA.1. Es sei davon auszugehen, "dass BA.4/5 bei der aktuellen Variante die bessere Impfstoff-Zusammensetzung ist", sagte er damals.

Lauterbach: "Quantensprung im Kampf gegen die Pandemie"

Anfang dieser Woche legte Lauterbach aber in einem Schreiben an die Leistungserbringer der Impfkampagne dar, auch wenn die neu verfügbaren Impfstoffe auf die Variante BA.1 zugeschnitten sind, seien sie auch gegen andere Omikron-Varianten wirksam. Die Zulassung der Vakzine gegen die BA.1-Variante nannte der Minister auf Twitter einen "Quantensprung im Kampf gegen die Pandemie". Ein an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasster Impfstoff werde "nur wenige Wochen später zur Verfügung stehen".

cl / dho AFP

Mehr zum Thema

Newsticker