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Geänderte Corona-Verordnung Nur noch drei statt sechs Monate: Robert Koch-Institut verkürzt Genesenenstatus

Kampf gegen das Coronavirus: RKI verkürzt den Genesenenstatus von sechs auf drei Monate
Egal ob im Restrauant oder im Kino: Wer in seiner Freizeit ausgeht, muss nachweisen, dass er geimpft oder genesen ist.
© Philip Gronenberg / DPA
Das RKI hat die Maßnahmen gegen das Coronavirus geändert. Ab sofort wird die Quarantäne verkürzt. Und der Genesenenstatus wird nur noch drei Monate lang anerkannt.

Die Regelungen in der Corona-Verordnung haben sich erneut geändert. Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat und nun genesen ist, muss sich jetzt darauf einstellen, dass der Status nur von kurzer Dauer ist. Wie das RKI und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mitteilen, verfällt der Genesenenstatus nun nach drei Monaten. Danach wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Die Regelung ist am 15. Januar in Kraft getreten.

Eine Genesung muss nach den derzeitigen Empfehlungen auch weiterhin mittels eines positiven PCR-Tests nachgewiesen werden. Das Ergebnis darf nicht älter als 90 Tage alt sein. Wird der Zeitraum überschritten, müssen sich auch Genesene einer Booster-Impfung unterziehen. Zuvor wurde der Genesenenstatus sechs Monate lang anerkannt.

Als Grund für die Verkürzung nannte das RKI auf stern-Anfrage die Omikron-Variante. Die bisherige wissenschaftliche Evidenz deute darauf hin, dass Ungeimpfte nach einer überstandenen Infektionen "einen im Vergleich zur Delta-Variante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion" haben, heißt es in der schriftlichen Antwort. Bei der Entscheidung spielte auch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Rolle. Das Gremium hatte im Dezember eine Auffrischung für Ungeimpfte drei Monate nach einer Infektion mit dem Coronavirus empfohlen.

Kürzere Quarantänezeiten

Zusätzlich veröffentliche das RKI auch neue Empfehlungen zu den Corona-Quarantäneregeln. Die Isolationsdauer wird für Infizierte und deren Kontaktpersonen auf zehn Tage verkürzt. Nach sieben Tagen können sich Betroffene mit zudem mit einem PCR- oder einem Antigen-Schnelltest "freitesten", heißt es auf der Seite des BMG. Für Beschäftigte in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen gelten strengere Auflagen. Sie können ihre Quarantäne nach sieben Tagen nur mit einem PCR-Test beenden. Wer 48 Stunden lang symptomfrei ist, darf zudem wieder arbeiten gehen.

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Ausgenommen von der Quarantäne sind:

  • dreifach Geimpfte, also Personen, die sowohl die erste und zweite Impfung, als auch eine Auffirschung erhalten haben
  • Genesene
  • Personen, die zweifach geimpft sind
  • Genesene mit einer Auffrischungsimpfung
  • Personen, die mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft wurde und zusätzlich eine Auffrischung erhalten haben

Wichtig ist: Personen, die eine Infektion durchgemacht haben oder die zweite Impfung erhalten haben, sind nur in den drei Monaten nach der zweiten Impfung bzw. nach der Erkrankung von der Quarantäne befreit. Alle anderen sind dauerhaft von der Quarantäne befreit. Alle Änderungen sind seit dem 15. Januar in Kraft.


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