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Coronavirus Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt bedingte Zulassung von Moderna-Impfstoff

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Es ist ein weiterer Meilenstein bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) empfiehlt die bedingte Marktzulassung des Impfstoffes von Moderna.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffes des US-Pharma-Unternehmens Moderna in der EU empfohlen. Der Impfstoff solle für Personen ab 18 Jahren zugelassen werden, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Damit wäre nach der Zulassung des Präparats der Unternehmen Pfizer und Biontech der Weg frei für den zweiten Impfstoff gegen Covid-19 in der EU.  

In Deutschland soll es die Lieferung der ersten Moderna-Dosen voraussichtlich in der kommenden Woche geben. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin an. Der Moderna-Impfstoff ist bereits in den USA, Kanada und Israel zugelassen. Die EU hat 160 Millionen Dosen bei dem US-Hersteller bestellt. Die Bundesrepublik hat sich nach Auskunft des Gesundheitsministeriums vom Dezember rund 50 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffes gesichert.

Moderna-Impfstoff schütze zu etwa 94 Prozent gegen das Coronavirus

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde in der Europäischen Union am 21. Dezember 2020 freigegeben, einen Tag darauf gab das Paul-Ehrlich-Institut grünes Licht. Seit dem Impfstart am 26. Dezember wurden in Deutschland mehr als 400.000 Dosen verabreicht, wie Gesundheitsminister Spahn am Mittwoch mitteilte.

In Tests an Tausenden Probandinnen und Probanden wurden zuvor die Sicherheit und die Wirksamkeit des Vakzins festgestellt. Die Impfungen werden weiterhin permanent auf Wirksamkeit, Sicherheit und auch hinsichtlich der Schutzdauer und möglicher Nebenwirkungen überprüft.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte nun die Zulassungsempfehlung des Moderna-Impfstoffes.  "Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen", schrieb sie auf Twitter. "Dieser Impfstoff verschafft uns ein weiteres Instrument im Kampf gegen die derzeitige Notsituation" sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Der Impfstoff schütze zu etwa 94 Prozent gegen Covid-19. Auch nach der Empfehlung werden nach den Worten der EMA-Chefin die Experten weiterhin alle Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit überwachen. 

Die EMA-Experten hatten bereits seit November die Daten des Herstellers nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren bewertet. Danach werden bereits Ergebnisse der Studien geprüft, noch bevor ein Zulassungsantrag eingereicht ist. Das Verfahren sei viel schneller, aber genauso sorgfältig, betonte die EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln.

Die Coronavirus-Immunierungen sind in Deutschland freiwillig und kostenlos.

Quellen: Nachrichtenagenturen DPA und AFP

wue / fs

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