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Gesundheit Schluss mit dem Faulenzen! So starten Sie beim Sport durch

Ein Mann steht mit freudig ausgestreckten Armen auf der Straße
Ohne Motivation läuft nichts - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer sich regelmäßig bewegen will, kann mit ein paar Tricks die Lust auf Sport steigern.
© Mixetto/ Getty Images
Bewegung tut uns verdammt gut, daran besteht kein Zweifel. Warum fallen uns dann nur immer so viele gute Gründe ein, keinen Sport zu treiben? Nun sagt die Forschung: Mit ein paar einfachen Tricks kann man sich selbst zu mehr Bewegung überreden.

Eine Studie, die verspricht, dass uns schon fünf Minuten Bewegung am Tag gesund halten, löst Jubelstürme aus. Bloß nicht zu viel bewegen, scheint zum Karma unserer Zeit geworden zu sein. Dabei tut uns Sport in der richtigen Dosis doch so gut. Er macht den Kopf frei, wir richten uns auf, Schmerzen verschwinden, Krankheiten werden ferngehalten. Das weiß doch heute jedes Kind. So weit die Theorie. Die Realität ist eine andere. Statt uns einfach zu bewegen und unserem Organismus den nötigen Auslauf zu geben, feilschen wir um jede Minute. Warum lügen wir uns dauernd selbst an?

Früher war alles einfacher. Natürlich schönt Erinnerung. Aber die Sache mit der Motivation und der Bewegung war eine andere. Denn die Arbeitswelt war anders. Zu vielen Berufen gehörte körperliche Arbeit einfach dazu. So hatte man sich bis Feierabend viel bewegt und konnte sich danach auf's Sofa plumpsen lassen. Heute sitzen wir im Alltag meist vor dem Computer, sind kreativ, bewegen uns aber kaum. Die körperlich anspruchsvollen Berufe sind viel, viel seltener geworden. Kommen wir abends nach Hause, war unser weitester Weg häufig der vom Schreibtisch zum Drucker. Und auch zur Arbeit sind wir mit dem Auto, Bahn oder Bus gefahren. Sitzen ist, wie man schön länger weiß, extrem ungesund. Und einer der wichtigsten Auslöser für eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten.

So weit so schlecht. Denn unsere Büroalltage sind trotzdem anstrengend. Nach acht Stunden am Schreibtisch mit 1084 Telefonaten und unendlich vielen E-Mails sind wir natürlich erschöpft. Nur haben wir das Problem, dass wir unseren Organismus noch längst nicht ausreichend gefordert haben. Wir haben immer noch den Körper eines Jägers und Sammlers. Und der braucht Auslauf, um fehlerfrei zu funktionieren. Aber abends? Wenn es nieselt? So furchtbar kalt ist? Es schon längst dunkel ist? Natürlich fällt es uns dann verdammt schwer, noch mal die Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen.

Fünf Minuten Bewegung am Tag reichen nicht aus

Aber wir sollten uns nicht länger etwas vormachen. Denn fünf Minuten reichen nicht. Also: Runter vom Sofa, rein in die Sportschuhe! Wer auf seine Gefühle achtet, kommt dabei schneller in den Tritt, das belegen Forscher. Geht es um Motivation, sind unsere Emotionen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Sie sind von zentraler Bedeutung für das was wir tun – oder was wir lassen. Gefühle lassen sich nicht einfach niederringen, das macht sie nur noch stärker. Deswegen sind sich die Experten auch einig, dass genau hier der Schlüssel zur Motivation liegt.

Hört sich alles furchtbar theoretisch an. Stimmt, aber es gibt drei einfache Schritte, mit denen man viel erreicht.

1. Kleine Ziele, großer Spaß

Wann sind wir am faulsten? In welcher Stimmung verschieben wir das Lauftraining am liebsten auf den nächsten Tag? Natürlich wenn wir schlecht gelaunt sind, der Tag im Büro stressig und doof war. Und wann sind wir am produktivsten? Wenn wir Spaß an einer Sache haben und fröhlich sind. Geht es um Bewegung können wir dieses Gefühl leicht durch die Wahl der Sportart beeinflussen. Finden wir einen Sport, der uns Spaß macht, sind wir auch mit Eifer dabei. Dann freuen wir uns mehr auf das Training als auf das Sofa. Wenn wir es dann noch schaffen, uns kleine Ziele zu setzen und uns über diese Fortschritte zu freuen, ist das schon ein wichtiger Schritt in Richtung regelmäßiges Training.

2. Belohnen Sie sich!

Manchmal sind wir Menschen so schön schlicht. Wer sich regelmäßig selbst belohnt, ist viel motivierter und trainiert besser. Auch das ist inzwischen durch zahlreichen Studien belegt. Die Art der Belohnung ist egal: Es können neue Laufschuhe sein. Oder eine tolle CD. Oder aber eine neue Hose, die uns, mit der neuen sportlichen Figur, plötzlich passt. Man kann seinem besten Freund natürlich auch 100 Euro geben, die man zurück bekommt, wenn man erfolgreich für einen 5-Kilometer-Wettkampf trainiert hat.

3. Teamgeist macht schnell 

Dann gibt es noch den guten alten Gruppenzwang. Der hilft immer, auch das ist wissenschaftlich belegt. Wer in einer Laufgruppe trainiert, ist motivierter, weil er die anderen nicht hängen lassen will. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, ganz nebenbei soziale Kontakte zu pflegen. Schließt man sich einer Gruppe an, erlebt man, wie Sport Leben verändern kann. Man hört die Erfolgsgeschichten der anderen. Wie sie leichter, schneller, fitter wurden. Das motiviert unser Unterbewusstsein ungemein. So gibt es sogar Studien, die besagen, dass wir in einer Trainingsgruppe automatisch die Gewohnheiten der anderen annehmen. Wir passen zum Beispiel unsere Essgewohnheiten an und folgen denselben Gesundheitsregeln. Manchmal gleichen wir sogar unsere Karriereziele aufeinander ab.


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