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Selbstverteidigung Das sollten Sie wissen, bevor Sie Pfefferspray bei sich tragen

Um sich selbst zu verteidigen, gibt es viele Wege. Als eines der gängigsten Selbstverteidigungsmittel gilt das Pfefferspray. Dieses enthält den natürlichen Reizstoff Oleoresin Capsicum, ein Extrakt aus Paprika, Chilis oder Cayenne-Pfeffer. Grundsätzlich ist Pfefferspray in Deutschland legal. Voraussetzung ist, dass es klar als Tierabwehrspray ausgewiesen ist. Dadurch unterliegt es in Deutschland nicht dem Waffengesetz. Doch Vorsicht: Greifen Sie mit Pfefferspray andere an, begehen Sie eine gefährliche Körperverletzung (StGB § 224). Verwenden Sie das Spray, um einen Angreifer abzuwehren oder eine andere Person vor einem Angriff zu schützen, kann dies als Notwehr gelten. Auf Demonstrationen sind Pfeffersprays verboten. Das gibt das Versammlungsgesetz vor. Ein 20-Jähriger wurde in Baden-Württemberg zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt, da er in einem Demonstrations-Gebiet ein Pfefferspray bei sich trug. Der Bereithaltegrund muss immer in der Tierabwehr liegen. Die Polizei darf Pfefferspray im Notfall zur Selbstverteidigung einsetzen, wenn andere Mittel versagen, um die Angreifer auf Abstand zu halten. Dieser Sonderstatus der Polizei steht in der Kritik, doch  Anträge gegen den Einsatz von Pfeffersprays auf Demonstrationen oder Großveranstaltungen durch Polizisten werden seit Jahren abgelehnt. Mögliche gesundheitliche Folgen: Gereizte Schleimhäute, kurzfristiges Erblinden, Atemnot und starker Husten, Juckreiz, Schock, Panik und Orientierungslosigkeit. Waren Sie dem Reizstoff ausgesetzt, sollten Sie Ihre Augen und Ihre Haut mit kaltem Wasser abspülen. Die Wirkstoffe des Pfeffersprays kann die Polizei auch in ihren Wasserwerfern einsetzen. Der Hamburger Polizei zufolge wird es so beim G20-Gipfel nicht verwendet werden. Pfeffersprays gibt es in Onlineshops, Waffenläden und Zooläden und einigen Drogerien. In anderen Ländern, wie den Beneluxstaaten, ist das Pfefferspray ganz verboten.
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Klein und schnell einsetzbar. Viele Menschen setzen bei ihrer Sicherheit auf Pfefferspray. Doch Vorsicht: Das Tragen des Reizsprays ist nicht immer erlaubt. Das sind die wichtigsten Hintergründe dazu.
Von Carolin Nowak

 


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