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WHO Geschlechtskrankheit bald nicht mehr behandelbar? Mediziner warnen vor Tripper

Weltgesundheitsorganisation (WHO): "Gonorrhö sind sehr geschickte Bazillen"
Weltgesundheitsorganisation (WHO): "Gonorrhö sind sehr geschickte Bazillen"
© Getty Images
Ärzte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlagen Alarm: Die Geschlechtskrankheit Gonorrhö - auch Tripper genannt - könnte bald nicht mehr zu behandeln sein. Dabei gibt es einen einfachen Schutz.

Die Geschlechtskrankheit Gonorrhö ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer schwerer zu bekämpfen. Es fehle an wirksamen Antibiotika, die gegen die auch unter dem Namen Tripper bekannte Krankheit eingesetzt werden können. Die Auswahl an Medikamenten, die noch helfen würden, sei sehr begrenzt, teilt die WHO mit.

"Gonorrhö sind sehr geschickte Bazillen. Jedes Mal, wenn eine neue Antibiotikaklasse gegen Gonorrhö eingeführt wird, entwickelt das Bakterium eine Resistenz", zitiert die BBC die WHO-Wissenschaftlerin Teodora Wi. In Japan, Frankreich und auch Spanien habe es drei Krankheitsfälle gegeben, bei denen eine Behandlung mit gängigen Antibiotika nicht mehr möglich war. In armen Ländern wie Afrika gebe es besonders viele Infektionen, was kritisch sei, da dort Resistenzen oft nur schwer festzustellen sind.

Gonorrhö: Bakterien besiedeln Schleimhäute

Bei Gonorrhö handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit sogenannten Gonokokken. Umgangssprachlich wird die Krankheit auch als Tripper bezeichnet. Das Wort leitet sich vom niederdeutschen Wort "drippen", also tropfen, ab. Ein gelblicher Ausfluss aus Penis, Scheide oder Po zählt zu den typischen Merkmalen der Krankheit. Oft ruft sie jedoch auch überhaupt keine Symptome hervor. Bleibt Gonorrhö unbehandelt, kann die Krankheit unfruchtbar machen. Bei Frauen erhöht sie das Risiko für Eileiterschwangerschaften oder kann bei der Geburt auf das Kind übertragen werden.

WHO: Geschlechtskrankheit bald nicht mehr behandelbar? Mediziner warnen vor Tripper

Insgesamt erkrankten weltweit jedes Jahr 78 Millionen Menschen an Gonorrhö, die Tendenz sei steigend, so die WHO. Die Krankheit wird beim ungeschützten oralen, vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr übertragen. Die Bakterien besiedeln Schleimhäute, auch die des Mund- und Rachenraumes. Kondome vermindern das Risiko einer Ansteckung.

Im Kampf gegen die Krankheit seien aktuell nur drei neue chemische Substanzen in verschiedenen Phasen der klinischen Erprobung, mahnt die WHO. Ob jedoch überhaupt eines der Mittel künftig zum Einsatz kommen könnte, ist offen.

Was sind die Symptome sexuell übertragbarer Infektionen?

Ob Tripper, Syphilis oder Chlamydien: Die Symptome sexuell übertragbarer Infektionen (STI) sind vielfältig. Einige lösen jedoch nur schwache oder auch überhaupt keine Symptome aus.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) weisen vor allem sechs Symptome auf eine mögliche Infektion mit Geschlechtskrankheiten hin:

 

Eine Geschlechtskrankheit kann sich – bei Frauen wie bei Männern - in ungewöhnlich starkem, verändertem oder übelriechenden Ausfluss äußern. Brennen oder jucken die Geschlechtsteile oder bereitet das Wasserlassen Schmerzen, sind das auch mögliche Hinweise auf eine STI. Bestimmte Geschlechtskrankheiten führen zu Hautveränderungen: Es bilden sich Bläschen, Warzen oder Geschwüre an den Geschlechtsteilen, an den Lippen oder am restlichen Körper. Klingen die Symptome ab, sollte keinesfalls von einer Heilung ausgegangen werden. Unter Umständen "versteckt" sich der Erreger lediglich im Körper und kann erneut zu Symptomen führen. Zusätzlich können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch Blutungsstörungen bei der Frau Symptome einer Geschlechtskrankheit sein. Diese können sich in viele Facetten bemerkbar machen: Entweder bleibt die Menstruation aus, ist extrem unregelmäßig oder es kommt zu Zwischenblutungen. Auch allgemeine Krankheitszeichen, die nicht zwingend mit einer STI assoziiert sind, können durch sie ausgelöst werden: Erbrechen, ständige Müdigkeit und auch Appetitlosigkeit zählen dazu.

ikr DPA

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