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US-Bundesstaat Missouri Frau steckt sich bei Sex im Auto mit Geschlechtskrankheit an — KFZ-Versicherung muss 5,2 Millionen Dollar zahlen

Sex im Auto (Symbolbild): Für eine Frau in Missouri endete das mit einer HPV-Infektion — und viel Schmerzensgeld
Sex im Auto (Symbolbild): Für eine Frau in Missouri endete das mit einer HPV-Infektion — und einem Schmerzensgeld in Millionenhöhe
© Antonio Guillem / iStockphoto / Getty Images
Sie bekommt mehr, als sie eigentlich gefordert hatte: Einer Frau aus Missouri, die von ihrem Freund beim Sex im Auto mit Papillomviren infiziert wurde, hat ein Gericht 5,2 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.

Eine Frau im US-Bundesstaat Missouri soll vom Autoversicherer Geico Schadenersatz in Millionenhöhe erhalten, nachdem sie sich beim ungeschützten Sex mit ihrem Partner in dessen Wagen mit einer Geschlechtskrankheit ansteckte. Das US-Unternehmen — bei dem das Fahrzeug des Mannes versichert war — müsse der Klägerin 5,2 Millionen Dollar (rund 4,94 Millionen Euro) zahlen, berichten US-Medien unter Hinweis auf Gerichtsunterlagen. Das Berufungsgericht von Missouri habe diesen Schiedsspruch jetzt bestätigt.

Geico lehnt Vergleich mit Frau aus Missouri ab

Den Berichten zufolge hatte die Frau — in den Dokumenten anonym als M.O. bezeichnet — im Februar 2021 bei Geico einen Antrag eingereicht, in dem sie behauptete, ihr Sexualpartner habe sie fahrlässig mit Humanen Papillomviren (HPV) infiziert oder zu der Infektion beigetragen, da er "keine angemessenen Vorsichtsmaßnahmen getroffen und es unterlassen hat, seine Diagnose mitzuteilen und/oder offenzulegen". Sie strebe einen Vergleich in Höhe von einer Million Dollar an, erklärte die Frau demnach und argumentierte, dass die Autoversicherung des Mannes für ihre körperlichen Schäden und Verluste haftbar sei. HPV kann Gebärmutterhalskrebs, bestimmte andere Krebsarten und Genitalwarzen verursachen.

Die Versicherungsgesellschaft lehnte das Vergleichsangebot mit der Begründung ab, dass der Schaden der Frau nicht durch die normale Nutzung des Fahrzeugs entstanden sei, wie der US-Sender CNN berichtet. Daraufhin sei der Fall an einen Schlichter verwiesen worden. Dieser habe entschieden, dass es "sexuelle Aktivitäten im (versicherten) Auto" gab, die "direkt zu einer HPV-Infektion der Frau führten oder dazu beitrugen", obwohl ihr ehemaliger Partner von seiner positiven HPV-Diagnose gewusst habe.

Der Schlichter habe daraufhin erklärt, dass 5,2 Millionen Dollar eine angemessene Entschädigung der Frau darstellen würden. Gegen die anschließende Bestätigung des Schiedsspruchs durch das Bezirksgericht von Jackson County habe Geico Berufung eingelegt und behauptet, das Gericht habe dem Unternehmen "keine sinnvolle Gelegenheit gegeben, seine Interessen zu verteidigen". Das Berufungsgericht bestätigte jedoch am Dienstag die Entscheidung des Bezirksgerichts. "Zum Zeitpunkt der Intervention von Geico waren Haftung und Schadenersatz bereits von einem Schiedsrichter festgelegt und vom Gericht bestätigt worden", zitiert CNN aus der Begründung. "Geico hatte kein Recht, diese Fragen erneut anzufechten."

Die Versicherung hätte ihre Interessen verteidigen können, indem sie ihren Versicherungsnehmern in Schutz genommen hätte, erklärten die Richter denmach weiter. "Geico hat diese Möglichkeit nicht genutzt und stattdessen den Versicherungsschutz verweigert und sich geweigert, den Versicherten zu verteidigen."

Quellen: CNNAssociated Press

mad

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