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Stern Logo Gesundheits-Mythen im Check - Tatsache oder Trugschluss?

Tatsache oder Trugschluss: Macht Glühwein wirklich schneller betrunken?

Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist wie eine Tanne ohne Schmuck: langweilig. Ein Becher, und schon fühlt man sich wohlig warm - und erstaunlich heiter. Macht warmer Alkohol wirklich schneller betrunken?

Von Lydia Klöckner

Küchentipp: Sie werden Glühwein nie mehr anders trinken wollen

Macht abends essen dick? Ist es schädlich, den Deckel des Joghurtbechers abzulecken? Gibt es süßes Blut? Der stern nimmt in loser Reihenfolge Alltagsmythen unter die Lupe.

Steigt Glühwein schneller zu Kopf als kalter Alkohol?

Die Auflösung

Ohne Glühwein: Füße wie Eiszapfen. Ständig wird man angerempelt. Blöde Bastelkram-Buden. Was soll ich denn mit einem Filz-Rucksack? Peinliche Nikolausmützen. Und dann dieses lahme Last-Christmas-Gedudel - schrecklich.

Mit Glühwein: Herrlich, all die tanzenden Lichter! Schau mal, die verkaufen selbstgebastelten Christbaumschmuck! Und was für süße Mützen die Leute tragen! "Laaaaaaaaast Christmas, I gave you my heaaaart..."

Mit Alkohol sieht die Welt gleich ganz anders aus. Manchmal ein bisschen schöner, meist zumindest deutlich lustiger. Bei Glühwein scheint dieser Effekt besonders schnell einzutreten. Je nach Statur und Magenfüllstand fühlt man sich schon nach ein paar Schlucken angeheitert und wohlig benebelt. Ist das Einbildung? Oder steigt uns das süffige Heißgetränk wirklich schneller zu Kopf als kalter Wein?

Der Rausch setzt erst ein, wenn der konsumierte Alkohol in die Blutbahn gelangt. Eine geringe Menge wandert bereits durch die Magenschleimhaut ins Blut, doch der schnellste Weg führt durch die Schleimhaut des Dünndarms. Das heißt: Je eher der Alkohol in den Darm gelangt, umso eher wird man betrunken. Die wahre Frage ist also: Wird warmer Alkohol schneller in den Darm aufgenommen als kalter?

Laut Reinhard Urban, Fachmann für Blutalkohol am Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz, ist genau das der Fall: "Da unser Dünndarm Kaltes nicht gut verträgt, bleiben kalte Speisen und Getränke so lange im Magen, bis sie Körpertemperatur erreicht haben. Glühwein hingegen kann gleich in den Darm fließen und gelangt somit auch ein bisschen schneller in die Blutbahn." Hinzu kommt, dass Hitze die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt anregt. Wenn in kürzerer Zeit mehr Blut durch die Gefäße in Magen- und Darmschleimhaut fließt, können auch schneller größere Mengen Alkohol resorbiert werden.

Glühwein

Steigt Glühwein schneller zu Kopf als kalter Alkohol?

Getty Images

Der verhasste dicke Kopf

Groß sei der Unterschied zwischen heiß oder kalt allerdings nicht, meint Urban. Und für den Kater am nächsten Morgen könne man die Temperatur erst recht nicht verantwortlich machen. "Das liegt eher an den ganzen Begleitstoffen, die Glühwein beigemischt werden", erklärt er. "Es ist ja kein reiner Wein, sondern eine bunte Mixtur aus Wein, Zucker, Gewürzen und Schnäpsen." Wissenschaftler vermuten, dass die Verträglichkeit eines Getränks nicht nur vom reinen Alkoholgehalt abhängt, sondern auch von der Menge und Anzahl der Zusatzstoffe wie Fuselöle oder Tannine. Je weniger Beiprodukte ein alkoholisches Getränk enthält, umso geringer ist das Risiko, am Morgen danach mit einem dicken Kopf aufzuwachen. Wer am nächsten Tag arbeiten muss, sollte also lieber Wodka trinken. Oder lieber gleich Kakao - ohne Schuss natürlich.

Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.