HOME

Stern Logo Ratgeber Erkältung & Grippe

Tatsache oder Trugschluss : Hilft Honig gegen Husten?

Der Brustkorb schmerzt und die Bronchien pfeifen: Hustenattacken zählen zu den unangenehmsten Symptomen einer Erkältung. Kann Honig die Qual lindern?

Ein Löffel, von dem Honig tropft

Honig als Hausmittel: Im Jahr isst jeder Deutsche durchschnittlich ein Kilogramm des Süßmachers.

Getty Images

Husten ist an sich eine praktische Sache: Er befördert Fremdkörper aus den Atemwegen und lässt uns wieder frei durchatmen. Das ist vor allem bei einer Erkältung sinnvoll, wenn sich in den Bronchien zäher Schleim bildet, der nach draußen befördert werden muss. Das lässt uns husten und husten – manchmal ohne Unterlass.

Jetzt gilt es viel zu trinken, sinnvoll sind etwa Kräutertees mit Thymian. Oft wandert auch ein Löffel mit Honig in das Glas – das süßt den Tee und soll auch gegen den Husten helfen. Doch bringt das überhaupt etwas?

Ganz abwegig erscheint der Gedanke nicht. Bienenprodukte sind für ihre heilsame Wirkung bekannt, etwa das Kittharz der Tiere, auch Propolis genannt. Bienen sammeln es von Baumknospen und verwenden es im Bienenstock zur Desinfektion. In Experimenten wirkte Propolis bakterizid und fungizid, es tötete also Bakterien und Pilze ab. Als Tinktur aufgetragen soll das Mittel Hautekzeme und entzündete Mundwinkel bekämpfen.


Honig - ein uraltes Hausmittel

Ähnlich heilsame Wirkungen werden auch Honig zugeschrieben, besonders in der Volksmedizin ist das Bienenprodukt beliebt. Die Liste der potenziellen Gesundmacher ist jedenfalls lang: Honig besteht aus mehr als 200 Inhaltsstoffen – neben verschiedenen Zuckern enthält er Mineralien, Vitamine, Antioxidantien, Enzyme und Phenole. Letztere sollen desinfizierende und antiseptische Eigenschaften besitzen.

In einer kleinen Studie gingen US-Forscher der Frage nach, ob Honig Erkältungssymptome lindern kann. Dafür teilten sie 105 erkältete Jungen und Mädchen in drei Gruppen auf: Die erste Gruppe erhielt vor dem Schlafengehen etwas Buchweizenhonig, die zweite ein gängiges Hustenmittel und die dritte keines von beiden. Am nächsten Morgen wurden die Eltern befragt: Wie gut hatten Kind und Eltern geschlafen? Wurden sie nachts oft durch Hustenattacken geweckt? Tatsächlich erzielte der Honig die besten Ergebnissen: Er linderte die nächtlichen Hustenanfälle der Kinder und ließ sie besser schlafen.

Was könnte für die Wirkung verantwortlich sein?

Eine weitere kleine Studie aus dem Jahr 2012 scheint diesen Effekt zu bestätigen: Die Forscher  teilten 300 erkältete Kinder zwischen einem und fünf Jahren in Gruppen auf. Den ersten drei Gruppen verabreichten sie je eine von drei Honigsorten, die vierte erhielt dagegen ein Placebo. Und auch hier zeigte sich: Die Kinder, die vor dem Zubettgehen Honig bekommen hatten, schliefen tendenziell ruhiger. Zwar besserten sich die Erkältungssymptome auch in der Placebogruppe, allerdings waren die Änderungen hier nicht statistisch relevant.

Die Schlüsse, die sich aus diesen kleinen Studien ziehen lassen, sind zwar begrenzt, doch immerhin gibt es Anhaltspunkte, die eine Wirkung erklären könnten: So ist bekannt, dass Honig die Wundheilung  beschleunigt und entzündungshemmend wirkt. Auch antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften werden ihm zugeschrieben. Zudem enthält er viel Zucker und regt die Speichelproduktion an. Diese Feuchtigkeit könnte sich auf gereizte Schleimhäute legen und zu einer Linderung beitragen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Tee und Honig gegen eine Erkältung: "Die meisten Hausmittel sind harmlos, im Gegensatz zu kommerziellen Mitteln, die unter Umständen schädliche Stoffe beinhalten." Der Gebrauch von sanften und sicheren Mitteln solle daher unterstützt werden.

Fazit

Der endgültige Beweis, dass Honig gegen Husten hilft, steht noch aus. Allerdings wird eine entsprechende Wirkung diskutiert – sie erscheint theoretisch zumindest möglich. Wer möchte, kann vor dem Schlafengehen ein bis zwei Löffel Honig einnehmen, am besten vor dem Zähneputzen. Nicht geeignet ist das Mittel dagegen für Kinder unter einem Jahr: Honig ist ein Naturprodukt und kann Keime enthalten, die bei kleinen Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen.

Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.


Themen in diesem Artikel
Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?