Kritische Lage In München müssen jetzt Krebsoperationen verschoben werden: "An so einem Punkt waren wir noch nie"

Portrait von Matthias Klein
Portrait von Matthias Klein
© stern
München ist Corona-Hotspot. Im LMU-Klinikum liegen zwar weniger Covid-Infizierte als Weihnachten 2020, doch die Lage ist dramatischer. Warum dies so ist, erklärt Matthias Klein, Chef der zentralen Notaufnahme. 

Seit vergangener Woche werden am Klinikum der Ludwig–Maximilian–Universität München immer wieder Krebsoperationen verschoben. Mal nur um eine, mal um mehrere Wochen. Wegen der vierten Welle.  "An so einem Punkt waren wir noch nie", sagt Matthias Klein, der als Mitglied des Krisenstabs diese Entscheidung mittragen muss. "Das schmerzt schon sehr." 

Schon seit einigen Wochen kommen nur noch dringliche Fälle in die OP-Säle, doch Krebserkrankungen waren ausgenommen. Da können einige Wochen darüber entscheiden, ob die Geschwulst streut oder nicht, ob eine Patientin geheilt oder chronisch krank entlassen wird. Es herrscht Ausnahmezustand in Münchens Krankenhäusern. 

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