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13.000 Anträge: Nachfrage nach Cannabis auf Rezept überraschend hoch

Seit der medizinischen Zulassung von Cannabis ist auch die Nachfrage dafür bei den Krankenkassen gestiegen. Mehr als 60 Prozent der 13.000 Anträge wurden laut einer Umfrage anerkannt.

Cannabis-Anbau

In den vergangenen zehn Monaten stellten 13.000 Menschen einen Antrag auf Kostenübernahme für ein Cannabis-Rezept

Seit März 2017 ist Cannabis als Medikament in der Apotheke verfügbar. Die Nachfrage nach der Droge zu medizinischen Zwecken ist seither deutlich höher als erwartet. Mehr als 13.000 Anträge zur Kostenübernahme sind laut einer Umfrage der "Rheinischen Post" bei den größten gesetzlichen Krankenkassen in den vergangenen zehn Monaten eingegangen.

Der Gesetzentwurf für die medizinische Zulassung der Droge hatte mit knapp 700 Patienten pro Jahr gerechnet, die Cannabis auf Rezept benötigen. Vor der Zulassung von Cannabis als Medikament hatten lediglich rund 1000 Menschen in Deutschland eine Ausnahmegenehmigung für den Konsum.

Mehrheit der Anträge wird bewilligt

Die meisten Anträge gingen der Umfrage zufolge bei den AOK-Kassen ein. Sie erhielten 7600 Anträge, 64 Prozent davon wurden genehmigt. Bei der Barmer gingen bis Ende 2017 rund 3200 Anträge ein, davon wurden knapp 62 Prozent anerkannt. Die TK hat bis Ende November rund 2200 Anträge auf Kostenerstattung erhalten. Auch dort lag die Genehmigungsquote ähnlich hoch bei 64 Prozent.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), bewertete die hohe Zahl der Anträge positiv. "Die steigende Zahl der Genehmigungen zeigt, wie wichtig es war, dieses Gesetz im letzten Jahr auf den Weg zu bringen", sagte sie. Cannabis sei aber kein Allheilmittel. 

fri / DPA

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