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Neue Variante, neue Symptome Wilde Träume durch BA.5? Das ist über die neuen Symptome des Omikron-Subtyps bekannt

Ein Frau drückt sich im Bett das Kissen auf die Ohren
Traum oder Realität? Neue Omikron-Variante BA.5 kann nachts für Unruhe sorgen.
© Panthermedia / Imago Images
Dass sich das Coronavirus wandelt, wir es mit immer neuen Varianten zu tun bekommen, damit haben wir uns bereits notgedrungen abgefunden. Aber auch die Corona-Symptome verändern sich. Das sind die aktuell häufigsten Beschwerden.

Mit Fortgang der Pandemie verändert sich auch das Virus, immer neue Varianten entstehen. Derzeit grassiert die Omikron-Variante BA.5, die ansteckender ist als bisher dominierende Varianten. Nahezu 90 Prozent aller Neuinfektionen sind hierzulande aktuell auf den Subtyp zurückzuführen. Nicht nur das Virus selbst verändert sich, auch die Symptome mit denen Infizierte rechnen müssen, unterscheiden sich mitunter von denen vorheriger Varianten. Hinweise darauf, welche Beschwerden aktuell am häufigsten vorkommen, liefern Daten aus Großbritannien.

Bereits seit 2020 können Brit:innen im Rahmen der Zoe Covid Symptom Study über eine App ihre Corona-Symptome einspeisen. Diese werden von dem Forscherteam gesammelt und ausgewertet. Auf Basis der Einträge von 17.500 Menschen, die in der zweiten Juliwoche positiv getestet wurden, wurden nun die meistgenannten Beschwerden aufgelistet. Tim Spector, der Wissenschaftler und Mitgründer der Zoe-Studie, erklärte bei einem Youtube-Update, dass diese Symptome zwar noch nicht eindeutig einer Corona-Variante zugeordnet werden könnten. Da es sich aber bei einem Großteil der Infektionen in Großbritannien in diesem Zeitraum um Infektionen mit BA.5 handelte, ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Symptome auch diesem Omikron-Subtyp zugeordnet werden können. Wirklich überraschend sind die meisten Symptome nicht, sie sind weitgehend von vorherigen Varianten bekannt. Andere aber verwundern.

Corona-Variante BA.5 kommt mit neuen Symptomen

Berichtet wird unter anderem von besonders lebendigen Träumen während der Corona-Erkrankung. Diese seien sehr intensiv und endeten oftmals in Albträumen. Manche Infizierte erlebten aber auch sogenannte Klarträume. Während diesem luziden Träumen ist dem Schlafenden bewusst, dass er träumt und er kann sogar die Handlung beeinflussen. Neben diesem Phänomen war auch Nachtschweiß sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit vermehrt ein Thema. 

Nach wie vor sind aber die Halsschmerzen (58 Prozent) das häufigste Corona-Symptom. Das hat sich auch mit BA.5 nicht geändert. Zu den wahrscheinlichsten Beschwerden gehören außerdem Kopfschmerzen (49 Prozent) und eine verstopfte Nase (40 Prozent). Aber auch Husten, mit und ohne Schleim, wurde häufig genannt, sowie Heiserkeit, Niesen und eine laufende Nase. 

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Inkubationszeit bei BA.5 verkürzt

Zudem scheint die Inkubationszeit bei BA.5 kürzer zu sein als beispielsweise bei Alpha. Berichtet wird zunehmend bereits ein oder zwei Tage nach der Infektion von Symptomen. Bekannt ist außerdem, dass BA.5 infektiöser ist als vorangegangene Varianten. Die Wahrscheinlichkeit sich jetzt mit dem Virus zu infizieren, ist damit sehr hoch – auch für Geimpfte und Genesene. Maria Van Kerkhove, Epidemiologin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führte die derzeitige Dominanz von BA.5 in einem Twitter-Statusupdate vor allem darauf zurück, dass sich derzeit wieder viele Menschen träfen, ohne sich noch an Masken- oder Abstandsregeln zu halten.

Und nicht nur die Infektionszahlen steigen, auch die Todesfälle. Betroffen davon seien wie gehabt in erster Linie die, die nicht gut geschützt sind, beispielsweise weil sie gar nicht oder nicht vollständig geimpft sind. So berichtet auch der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Stefan Kluge auf Twitter, dass "leider immer wieder Risiko-Patient:innen mit nur inkompletter Sars-CoV-2 Impfung" auf der Intensivstation aufgenommen werden müssten. Zuletzt ein 90-Jähriger mit Covid-19, der nur einmal geimpft gewesen sei. "Diese Impflücken sollten jetzt geschlossen werden", schrieb Kluge. 

Bis zum 30. September gilt als vollständig geimpft, wer zwei Corona-Impfungen bekommen hat oder eine plus überstandene Infektion. Ab Oktober aber sind drei Impfdosen beziehungsweise zwei plus überstandene Infektion für den vollständigen Impfschutz notwendig.

Quelle: ZOE Health StudyBBC, Youtube, Twitter

tpo

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