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Pestizide: Verseuchte Lebensmittel im Handel

In Deutschland wird stark mit Pestiziden verseuchtes Obst und Gemüse verkauft.

In Deutschland wird stark mit Pestiziden verseuchtes Obst und Gemüse verkauft. Stichproben staatlicher Behörden bei importierten Lebensmitteln ergaben alarmierende Ergebnisse, bestätigte das Verbraucherschutzministerium der "Welt am Sonntag". Betroffen seien vor allem Gemüsepaprika aus der Türkei und Erdbeeren aus Spanien und Marokko. Die Bundesländer wurden jetzt schriftlich angewiesen, ihre Kontrollen drastisch zu verschärfen.

Dauerhafter Verzehr belastet die Gesundheit

Lebensmitteluntersuchungsämter in Baden-Württemberg stellten bei Gemüsepaprika aus der Türkei eine Überschreitung der zulässigen Höchstbelastung mit Pestiziden um 79 Prozent fest. Bei Erdbeeren aus Spanien und Marokko wurde der zulässige Grenzwert für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln um durchschnittlich 9,8 Prozent überschritten. "Ein dauerhafter Verzehr stark Pestizid verseuchter Lebensmittel belastet die Gesundheit", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Matthias Berninger, der Zeitung. Besonders gefährdet seien etwa Kinder und Schwangere.

Türkische Paprika unter Verdacht

Speziell für Gemüsepaprika aus der Türkei wies das Verbraucherschutzministerium die Länder jetzt schriftlich an, lückenlos alle Importe auf ihre Pestizidbelastung zu überprüfen. Parallel dazu wurden die spanische und marokkanische Regierung aufgefordert, die geltenden Pflanzenschutzverordnungen einzuhalten.

Neben Paprika und Erdbeeren werden nach Erkenntnissen des Ministeriums auch bei Tomaten und Trauben häufig die Grenzwerte für Pestizidrückstände nicht eingehalten. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace stellte bei Weintrauben sogar Stoffe wie Dimethoat und Ethofenprox fest, die im Verdacht stehen, Krebs erregend zu sein.

Wiederholungstäter?

In der Vergangenheit haben scharfe staatliche Kontrollen zu einer deutlichen Reduzierung der Pestizidbelastung von Lebensmitteln geführt. "Wir hatten das Problem mit Paprika aus der Türkei schon einmal. Als wir die gesamten Paprika-Importe von dort kontrollierten, lieferten die Türken plötzlich viel gesündere Ware", sagte Berninger. Danach seien die Kontrollen aus Kostengründen eingeschränkt worden.

Allerdings sei der Verbraucherschutz nicht allein eine Aufgabe des Staates. "Auch die Unternehmen müssen weitaus mehr als bisher in die Lebensmittelsicherheit investieren", forderte der Parlamentarische Staatssekretär. In Großbritannien etwa lege der Handel größten Wert auf gesundheitlich einwandfreie Produkte. Unter anderem aus diesem Grund seien die Lebensmittel dort teuerer als in Deutschland.

Folgen des Preisdrucks?

"Wir Deutschen kaufen immer das Billigste - und diese Produkte sind dann eben hoch belastet", sagte Berninger. Ein Spanier habe ihm einmal erklärt: "Die Engländer bekommen von uns die qualitativ besten Tomaten, die Franzosen jene, die am besten schmecken. Und die Deutschen bekommen die roten." Die seien aber nur deshalb so rot und glatt wie ein Tischtennisball, so Berninger, weil sie entsprechend chemisch behandelt worden seien.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.