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Umstrittener US-Mediziner: Arzt pflanzt 49-Jähriger sieben Embryonen ein

Der kalifornische Arzt, der bereits die Achtlings-Mutter Nadya Suleman behandelt hatte, soll einer 49-jährigen Frau mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben. Parallel laufen Ermittlungen, ob der Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat.

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits nach Sulemans riskanter Achtlings- Schwangerschaft Untersuchungen aufgenommen, ob der Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat. Die 49-Jährige, der der umstrittene kalifornische Arzt, mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben soll, sei jetzt mit Vierlingen etwa im fünften Monat schwanger. Das berichtet die "Los Angeles Times".

In Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen Ärzte einer Frau höchsten drei Embryonen pro Zyklus einsetzen. In den USA gibt es dagegen keine gesetzlich festgeschriebene Höchstgrenze. Viele Ärzte halten aber Schwangerschaften mit mehr als zwei Babys für riskant.

Der umstrittene Arzt Michael Kamrava äußerte sich bisher nicht zu dem Eingriff. Nach Informationen der "Times" soll die 49-Jährige die Eizellen einer jüngeren Spenderin erhalten haben. Sie soll bereits drei erwachsene Kinder aus einer früheren Ehe haben, wünschte sich aber mit ihrem zweiten, jüngeren Mann noch weiteren Nachwuchs, hieß es.

Spenden und Todesdrohungen erhalten

Mehrlings-Mutter Suleman, die jetzt insgesamt 14 Kinder hat, teilte in dieser Woche auf ihrer Webseite mit, dass die am 26. Januar geborenen Achtlinge alle gesund seien und "täglich kräftiger" würden. Im Internet ruft die 33-Jährige um Spenden für ihre Großfamilie auf. Die Sprecher der ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Mutter sagten am Donnerstag, Suleman habe bereits Spenden, aber auch Todesdrohungen erhalten.

Dem Internetdienst "tmz.com" zufolge suchte die Familie vorübergehend einen "sicheren Ort" auf. Inzwischen sei die alleinstehende Mutter mit ihren sechs älteren Kindern wieder ins Haus ihrer Eltern zurückgezogen, wo sie schon vor der Geburt der Achtlinge lebte. Die Babys müssen noch mehrere Wochen lang im Krankenhaus bleiben.

DPA / DPA

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