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Vogelgrippe: Tod eines Mädchens gibt Rätsel auf

In China ist ein zwölfjähriges Mädchen nach dem Verzehr eines an Vogelgrippe verendeten Huhnes gestorben. Über die Todesursache des Kinds herrscht aber noch Unklarheit

Nach dem Grippetod eines Mädchens, das mit Vogelgrippe infiziertes und gekochtes Geflügel gegessen hatte, untersuchen die Behörden in Zentralchina, ob die Zwölfjährige mit dem Virus H5N1 infiziert war. Ein Sprecher des Kreises Xiangtan in der Provinz Hunan sagte: "Wir sind uns über die Todesursache nicht im Klaren." Alarmiert von dem Todesfall reisten Experten des Gesundheits- und Landwirtschaftsministeriums aus Peking an, um die Hintergründe zu ermitteln.

In dem Dorf Wangtan war der dritte Ausbruch der Vogelgrippe in China in einer Woche gemeldet worden. 545 Tiere waren verendet und 2500 Tiere notgeschlachtet worden. Das zwölfjährige Mädchen und ihr zehnjähriger Bruder seien vor einer Woche nach dem Verzehr eines verendeten Huhnes erkrankt, berichtete der Vater der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post". "Wir hatten früher schon tote Hühner und niemals ist einer davon krank geworden. Deswegen dachte ich, es macht nichts", sagte der Vater.

Das Mädchen sei mit Grippesymptomen in einem Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Changsha gestorben. Ärzte berichteten, sie sei dem Fieber erlegen.

China will reagieren

Die chinesische Regierung hat sich erstmals nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in drei Provinzen zu der Seuche geäußert und wirksame Maßnahmen gegen ihre weitere Ausbreitung versprochen. "China kann die Vogelgrippe unter Kontrolle bringen", sagte Ministerpräsident Wen Jiabao nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Dabei nannte er die massive Tötung betroffener Vögel und die vorsorgliche medizinische Behandlung gefährdeter Einwohner. In China ist die Vogelgrippe innerhalb weniger Tage in den drei Provinzen Innere Mongolei, Anhui und Hunan ausgebrochen.

DPA / DPA

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