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Vogelgrippe-Virus: WHO warnt vor tödlicher Mutation

Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass das Vogelgrippevirus H5N1 mutieren und somit zu einer großen Gefahr für die Menschen werden könnte. Für Horst Seehofer besteht jedoch derzeit kein Anlass zur Panik.

Der Leiter des Influenza-Impfstoff-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor den tödlichen Risiken der Vogelgrippe gewarnt. Sollte das Virus mutieren und von Mensch zu Mensch übertragen werden, werde es Tote geben, sagte Stöhr der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Die Krankenhäuser würden voll sein von Menschen mit schweren Atemwegsbeschwerden sein. Darauf gelte es vorbereitet zu sein, mahnte der WHO-Experte.

Notfallmaßnahmen hierzulande führend

Deutschland sei mit seinen Notfallmaßnahmen zusammen mit Ländern wie den USA, Frankreich oder den Niederlanden führend. Allerdings würden noch nicht in ausreichendem Maße antivirale Medikamente bereit gehalten, kritisierte Stöhr. Durch gezielte Maßnahmen lasse sich die Zahl der von einer Pandemie Betroffenen verringern.

Seehofer sieht keinen Grund zur Panik

Für Horst Seehofer (CSU) gibt es keinen Grund zur Panik. Das unterstrich der Agrarminister gestern nach einer Sitzung des Krisenstabs Tierseuchenbekämpfung von Bund und Ländern. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) betonte, das Risiko für Menschen habe sich nicht erhöht. Die Vogelgrippe bleibe eine Tierseuche, die nur bei sehr engem Kontakt zu infizierten Tieren übertragen werden könne. "Wenn man kocht und brät, dann kann man weiter ohne Bedenken Geflügel verzehren."

Seehofer sieht keinen Anlass, die bisherigen Schutzmaßnahmen zu verändern. Den Beginn einer bundesweiten Stallpflicht hatte er schon am Dienstagabend auf Freitag vorverlegt. Der Minister forderte die Geflügelhalter jedoch auf, ihre Tiere von sofort an in die Ställe zu bringen. Die Eilverordnung dazu könne aus rechtlichen Gründen erst am Freitag in Kraft treten. Sie gilt zunächst bis Ende April. Dann werde neu entschieden. Seehofer will zudem ein ausnahmsloses Verbot von Geflügelmärkten und -ausstellungen durchsetzen. Auch Grenzkontrollen sollen beibehalten werden. Der Minister will an diesem Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zu dem Thema abgeben.

DPA / DPA

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