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Lebensgefährliches Experiment: Dieser Mann lässt sich von den tödlichsten Schlangen der Welt beißen

Oft führen Bisse von Giftschlangen binnen kürzester Zeit zum Tod. Der US-Amerikaner Tim Friede jedoch steckt selbst zwei Attacken gleich nacheinander ohne Probleme weg - alles für nur ein Ziel.

Tim Friede lässt sich von einer Schwarzen Mamba in den Unterarm beißen

Tim Friede lässt sich von einer Schwarzen Mamba in den Unterarm beißen

Im Jahr 2011 wäre Tim Friede seine Leidenschaft für Giftschlangen fast zum Verhängnis geworden: Nachdem ihn eine Kobra gleich zweimal gebissen hatte, fiel der Mann aus dem US-Bundesstaat Wisconsin ins Koma, fast wäre er an den Folgen gestorben. Der 37-Jährige selbst nannte den Vorfall rückblickend einen "Riesenfehler", wie er unter anderem dem "Independent" berichtete. Moment mal: Ein Riesenfehler? Sollte man in so einem Fall nicht eher von "Riesenglück" sprechen?

Friede ganz sicher nicht. In den letzten 16 Jahren hat sich der Schlangen-Liebhaber, der sich fünf der giftigsten Exemplare der Welt - darunter zwei Klapperschlangen, eine Wasserkobra, eine Taipan sowie eine Schwarze Mamba - in Terrarien hält, mehr als 160 Mal von Tieren absichtlich beißen lassen. Der Grund: Der US-Amerikaner möchte dabei helfen, eine Schutzimpfung gegen tödliche Schlangenbisse zu entwickeln.

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125.000 Tote durch Schlangenbisse pro Jahr

"Ich habe damit begonnen, weil ich mich für den Fall immunisieren wollte, beim Umgang mit meinen Schlangen gebissen zu werden", so Friede dem Bericht zufolge. Als er dabei festgestellt habe, dass die Bisse zwar äußerst schmerzten, er sich gleichzeitig aber "großartig" fühlte, habe er realisiert, dass das Ganze vielleicht auch für die Menschheit von Nutzen sein könnte. "Zu viele Menschen sterben an Schlangenbissen und ich weiß, dass mein Schutzstoff helfen wird, wenn er voll entwickelt ist", versucht Friede seine lebensgefährlichen Experimente zu rechtfertigen. Tatsächlich kommen aktuellen Angaben zufolge jährlich 125.000 Menschen durch Schlangenbisse ums Leben. Rund 400.000 weitere, die eine Beißattacke überlebten, hatten in der Folge häufig mit schweren Erkrankungen oder Behinderungen zu kämpfen.

Mittlerweile arbeitet der 37-Jährige auch mit dem Mikrobiologen Brian Hanley von der University of California zusammen, der seinerseits auch im Bereich Gentherapie und Immunität forscht. Dem Wissenschaftler zufolge verfügt Friede inzwischen über die doppelte Menge an Antikörpern gegen die Gifte als ein normaler Mensch, wie es in einem Bericht der "Daily Mail" heißt.  

Friedes Frau reichte die Scheidung ein

In einem Video des Youtube-Senders "Barcroft TV" trat der 37-Jährige Anfang Januar dieses Jahres den Beweis an, dass ihm das Schlangengift offensichtlich tatsächlich nichts anhaben kann. Darin lässt sich der US-Amerikaner zunächst von einem Taipan und nur wenig später auch noch von einer Schwarzen Mamba beißen. Zwar schwellen die Bisswunden an und bluten - Anzeichen einer Vergiftung jedoch zeigt Friede in dem Video keine.


"Ich werde damit nicht aufhören, bis die Schutzimpfung auf dem Markt ist oder ich sterbe", sagte Friede dem Sender. Ein Opfer haben seine fragwürdigen Experimente und die Liebe zu den Tieren indes bereits gefordert: Im vergangenen Jahr trennte sich Friedes langjährige Frau Beth nach zwanzig Jahren Ehe von ihm. "Die Schlangen waren immer die Nummer eins", sagte sie dem "Independent". "Ich und die Kinder waren das nie, manchmal noch nicht mal die Nummer zwei."

mod
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