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Kampf gegen "perversen Mythos": "Was hast du an dem Tag angehabt?": Vergewaltigungsopfer zeigen ihre Kleidung

Vergewaltigungsopfer sehen sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, sie hätten mit der Art, wie sie gekleidet waren, die Tat quasi provoziert. Eine Ausstellung in Molenbeek tritt dieser infamen Unterstellung jetzt entgegen.

Polohemd, T-Shirt, Kleid: Die Exponate der Ausstellung in Molenbeek sind alltägliche Kleidungsstücke

Polohemd, T-Shirt, Kleid: Die Exponate der Ausstellung in Molenbeek sind alltägliche Kleidungsstücke

"Was hast du an dem Tag angehabt?": Unter diesem Titel präsentiert der Präventionsdienst der belgischen Gemeinde Molenbeek in Zusammenarbeit mit der Universität von Kansas eine Ausstellung, in der die Kleidung von Menschen, die vergewaltigt wurden, gezeigt wird. Es ist eine Frage, mit der sich Vergewaltigungsopfer allzu oft konfrontiert sehen und in der häufig der Vorwurf mitschwingt, sie trügen womöglich eine Mitschuld an der Tat, weil sie sich zu aufreizend angezogen hätten.

"Erwiderung auf perversen Vergewaltigungsmythos"

In der Ausstellung im Centre Communitaire Maritime ist die Kleidung von 18 Studentinnen aus Kansas zu sehen, die diese trugen, als sie sexuell missbraucht wurden. Eine Jeans, ein T-Shirt mit Rock, Schlafanzüge, ein Djellaba (langes, wallendes Gewand), Kleider - alles völlig normale Kleidungsstücke. Dazu kurze Kommentare der Opfer.

Bei den Exponaten handelt es sich nicht um die Originale, sondern um Nachbildungen, die Anhand der Beschreibungen der Frauen angefertigt wurden, wie die Projektmanagerin des Präventionsdienstes, Delphine Goosens, dem stern mitteilte. Man könne die Opfer nicht darum bitten, die Kleidung zur Verfügung zu stellen, die sie zum Zeitpunkt der Attacke tatsächlich anhatten. "Das wäre sehr brutal."

Die Ausstellung solle "eine greifbare Erwiderung auf einen unserer perversesten Vergewaltigungsmythen" sein, erklärte Goosens. "Der Glaube, Kleidung oder das, was jemand anhatte, würde eine Vergewaltigung 'auslösen', ist extrem schädlich für die Überlebenden." Die Installation erlaube es den Besuchern, sich nicht nur in den Kleidungsstücken wiederzuerkennen, sondern auch in den Erlebnissen der Opfer.

Ein weiteres Ziel der Ausstellung sei es, Opfer von sexueller Gewalt zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben, sagte Molenbeeks Bürgermeisterin Françoise Schepmans der "Brussels Times". "Sie verdeutlicht zudem, dass niemand geschützt ist, unabhängig vom Ort eines bestimmten Vorfalls oder der Kleidung."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.