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Internationales Filmfestival 2016: Das sollten Sie über Cannes 2016 wissen (Sie sollten den neuen Gosling-Trailer sehen)

Vom 11. bis 22. Mai lädt das Filmfestival Cannes zur glamourösesten Filmparty nach den Oscars an die Côte d'Azur. Erfahren Sie hier, welche Filme, welche Stars und welcher deutscher Film mit dabei sind. Und warum Soldaten vor dem Palais stehen.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Cannes: Charlize Theron, Soldaten, die vor dem Filmpalast patroullieren und Sandra Hüller in "Toni Erdmann"

Cannes 2016: die Schönen, die Angst, die Sonne und die Deutschen

Ab Mittwochabend ist es wieder soweit: Das Filmfestival von Cannes feiert zehn Tage lang das Kino in all seiner Herrlichkeit, seinem Wahnsinn, seinem Glamour und seinen wunderlichen Begleiterscheinungen. Das reicht von der großen, seriösen Eröffnungsgala - dieses Jahr mit Woody Allens "Café Society" - über hitzige Diskussionen nach heftigen Filmen - ganz sicher wieder Nicolas Winding Refn - bis zum nicht ganz so seriösen Yachten-Hopping im Hafen und Juwelendiebstählen. Kein Festival schillert bunter, nie feiern die Promis ausgelassener, und nirgendwo sonst krachen Blockbuster und wilde Independentfilme lauter aufeinander. Voilà, Cannes! 

Die Filme:

Die Ehre der Eröffnung gebührt Woody Allens "Café Society", dessen Trailer so konfus ist, dass eigentlich niemand so genau weiß, um was es geht, außer: ungelenker Typ verliebt sich in schönes, junges Mädchen. Woody Allen eben. Über die Croisette wummert natürlich bereits die PR für die ganz großen Produktionen wie Disneys "The Big Friendly Giant", "Trolls" und das Star-Vehikel "Money Monster" mit George Clooney und Julia Roberts, inszeniert von Jody Foster. Ansonsten strotzt das Cannes-Programm mal wieder nur so vor Exzentrik - Nicolas Winding Refn ("Drive") macht Elle Fanning in der Welt der Models zum "Neon Demon", Xavier Dolan ("Mommy") ruft das Ende der Welt aus, und Shia LaBeouf hängt in "American Honey" mit Straßenkindern ab. Pedro Almodovar präsentiert sein neues Werk "Julietta", und Kristen Stewart taucht in "Personal Shopper" ab in die Unterwelt der Pariser Mode.


Die Schönen in Cannes:

Neben Stewart, Roberts und Fanning sowie den üblichen Models, Sternchen und Glühwürmchen werden auf dem roten Teppich unter anderem erwartet: Kirsten Dunst, Juliette Binoche, Blake Lively, Marion Cotillard, Kim Basinger, Eva Mendez, Vanessa Paradis, Ryan Gosling, Charlize Theron, Justin Timberlake, Bella Hadid, Mads Mikkelsen, Christina Hendricks, Lily-Rose Depp, Keanu Reeves und eines milden Abends ganz sicher auch Paris Hilton.

Die Coolen: 

Der Godfather des Cool ist natürlich unbestritten Iggy Pop, dem Jim Jarmusch in diesem Jahr mit "Gimme Danger" ein filmisches Denkmal setzt. Aber Ryan Gosling und Russell Crowe sind ihm mit "The Nice Guys" ziemlich dicht auf den Fersen. Der Trailer im 70er Jahre-Stil ist jedenfalls sehr, sehr, sehr vielversprechend!


Deutscher Film im Wettbewerb: 

Endlich! Das erste Mal seit 2008 (damals war es Wim Wenders' "Palermo Shooting") ist wieder ein deutscher Film im Rennen um die Goldene Palme: Toni Erdmann von Maren Ade mit Sandra Hüller und Peter Simonischek in den Hauptrollen. Darin geht es um eine verkorkste Vater-Tochter-Beziehung. 

Die Angst:

Nach den Anschlägen von Paris rauscht leider auch die Angst mit über den roten Teppich. Polizei und Soldaten sind präsent im schmucken Küstenstädtchen. Ende April gab es sogar eine Anti-Terror-Übung im Festival-Palais. Hoffentlich war die unnötig!