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Netflix bleibt Filmfestspielen fern: Diese Filme buhlen in Cannes um die Goldene Palme

Die Filme für die Filmfestspiele in Cannes stehen fest. Deutschland ist mit Wim Wenders vertreten. Doch sein Dokumentarfilm läuft nicht im Wettbewerb. Und auch Netflix kämpft nicht um die Goldene Palme.

Thierry Fremaux (l.) und Pierre Lescure stellen die Filmauswahl für die diesjährigen Filmfestspiele in Cannes vor

Thierry Fremaux (l.) und Pierre Lescure, Präsident der Filmfestspiele von Cannes, haben die Auswahl der Filme am Donnerstag vorgestellt

AFP

Die 18 Anwärter auf die Goldene Palme stehen fest: Diese Filme werden ab dem 8. Mai im Wettbewerb der 71. Filmfestspiele von Cannes laufen. Eröffnet wird das Festival mit "Everbody Knows" (Todos Lo Saben) des iranischen Regisseurs und Oscarpreisträgers Asghar Farhadi. Der Film mit Penelope Cruz und Javier Bardem läuft ebenfalls im Hauptrennen.

Jury um Cate Blanchett kürt besten Wettbewerbsfilm

Konkurrenz bekommt der Streifen etwa von "BlacKkKlansman", dem neuen Film des amerikanischen Regisseurs Spike Lee,  und dem französischen Altmeister Jean-Luc Godard mit "Le Livre d'image". Die Festivalleitung stellte die Liste der Wettbewerbsfilme am Donnerstag in Paris vor.

FilmRegisseur
Everybody Knows (Todos Lo Saben)Asghar Farhadi
At WarStéphane Brizé
DogmanMatteo Garrone
Le Livre d'imageJean-Luc Godard
Asako I & II (Netemo Sametemo)Ryusuke Hamaguchi

Sorry Angel

Christophe Honoré
Girls of the SunEva Husson
Ash Is Purest WhiteJia Zhang-Ke
ShopliftersKore-Eda Hirokazu
CapernaumNadine Labaki
Burning (Buh-Ning)Lee Chang-Dong
BlacKkKlansmanSpike Lee
Under the Silver LakeDavid Robert Mitchell
Three facesJafar Panahi
Cold War (Zimna Wojna)Pawel Pawlikowski
Lazzaro FeliceAlice Rohrwacher
YomeddineA.B Shawky
LetoKirill Serebrennikov

Außerhalb des Wettbewerbs stellt Wim Wenders seinen Dokumentarfilm "Pope Francis. A man of his word" über Papst Franziskus vor. Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury ist die australische Schauspielerin Cate Blanchett. Das Festival dauert bis zum 19. Mai. 

Netflix will in Cannes keinen Film zeigen

Ein Film des Streaming-Anbieters Netflix ist - im Vergleich zum vergangenen Jahr - nicht dabei. Bereits Ende März hatte das Festival Netflix offiziell von dem Wettbewerb ausgeschlossen, da die Produktionen keinen Kinostart in Frankreich vorweisen können. Zwar habe man Netflix angeboten, einige Filme außer Konkurrenz zu zeigen, das mache aber keinen Sinn für den Streaming-Anbieter, stellte Ted Sarandos, Chief Content Officer des Streaming-Dienstes, nun in einem Interview mit dem US-Branchenblatt "Variety" klar. "Wir wollen, dass unsere Filme nach den gleichen Kriterien beurteilt werden, wie die der anderen Filmemacher", so Sarandos weiter.

Ganz fernbleiben wolle man dem Festival allerdings dann doch nicht: "Einige unserer Angestellten, die in Film-Akquise tätig sind, werden vor Ort sein, da viele Film dort gezeigt werden, die noch keinen Vertrieb haben."

Netflix
fri / SpotOnNews / DPA