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Die Gewinner der Golden Globes: Keine großen Überraschungen

Das Oscarrennen ist eröffnet. Mit den Golden Globes sind die ersten wichtigen US-Filmpreise verliehen worden. Natalie Portman kann sich freuen. Florian Henckel von Donnersmarck wird eher schmollen.

Es ist der Startschuss fürs Oscar-Rennen: Bei den 68. Golden Globes wurde David Finchers "The Social Network" als bester Film in der Kategorie Drama ausgezeichnet. Der viel diskutierte Streifen ist angelehnt an die Biografie des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. Der schickte übrigens seine Schwester zur Verleihung. David Fincher wurde für "The Social Network" auch als bester Regisseur ausgezeichnet.

Nicht wirklich verwunderlich war die Ehrung für Natalie Portman. Die sichtbar schwangere Schauspielerin wurde als beste Schauspielerin in einem Drama geehrt. Für "Black Swan", in dem sie eine Balletttänzerin spielt, war sie an körperliche Grenzen gegangen.

Bei Colin Firth waren es die Grenzen der Sprache, die seinen Auftritt in "The King's Speech" auszeichnungswert machten. Der Brite wurde als bester Schauspieler in einem Drama geehrt. In dem Historienfilm spielt er bravourös den stotternden King George VI.

Einen Golden Globe in der Kategorie beste Komödie gab es für "The Kids Are All Right", in dem ein Lesbenpaar mit Ehealltag und dem Wunsch der Kinder, ihren biologischen Vater kennenzulernen, zu kämpfen hat. Besonders überzeugt hat die Jury dabei Annette Bening. Sie bekam für "The Kids Are All Right" den Globe als beste Darstellerin in einer Komödie. In dieser Kategorie gewann Paul Giamatti als bester Darsteller - für "Barney's Version".

Es bleibt in der Familie, könnte man sagen: Melissa Leo und Christian Bale spielen in dem Boxerdrama "The Fighter" Mutter und Sohn. Leo wurde mit der Goldkugel als beste Nebendarstellerin geehrt und Christian Bale gewann als bester Nebendarsteller-

Wie nicht anders zu erwarten wurde "Toy Story 3" als bester Animationsfilm ausgezeichnet. Als bester ausländischer Film wurde in diesem Jahr Susanne Biers "In A Better World" angesehen. Die Dänin ist in Hollywood angekommen, doch bleibt sie ihren Themen treu - es geht um eine von Schicksalsschlägen zu Boden gerissene Familie. Weil die Golden Globes auch den TV-Bereich abdecken, wurde die singende, tanzende, aber auch bösartige Serie "Glee" geehrt.

Der Cecil-B.-DeMille-Preis, sozusagen der Golden Globe fürs Lebenswerk, ging an Robert De Niro, dessen Dankesrede voller Spott und Häme für gezückte Augenbrauen sorgte.

sal