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Filmfestival von Venedig: Der Goldene Löwe geht nach Südkorea

Es ist Familiendrama, Rachethriller und Gesellschaftskritik zugleich: Das südkoreanische Drama "Pieta" gewinnt in Venedig den Goldenen Löwen. Auch ein Österreicher konnte sich freuen.

Es war eine der wohl ungewöhnlichsten Dankesreden, die der südkoreanische Regisseur Kim Ki-duk beim Filmfestival Venedig hielt: Als der 51-Jährige am Samstagabend bei den Festspielen auf der Bühne stand, sang er inbrünstig ein koreanisches Volkslied. Damit bedankte er sich auf seine ganz eigene Weise für den Goldenen Löwen, den Hauptpreis des ältesten Filmfestivals der Welt. Den gewann Kim Ki-duk für sein Drama "Pieta", in dem er eine brutale Gangstergeschichte mit drängenden Fragen nach Menschlichkeit, Moral und Mitgefühl verknüpft.

Der drastische Film handelt von einem Geldeintreiber, der seine Schuldner eiskalt verstümmelt, um an deren Versicherungsgelder zu gelangen. Eines Tages tritt eine geheimnisvolle Frau in sein Leben, die behauptet, seine Mutter zu sein. Der Kriminelle krempelt daraufhin sein Leben, das bislang der Jagd nach Geld und Macht gewidmet war, vollständig um. Kim Ki-duk zeigt arme Geschäftsleute, die unter horrenden Bedingungen in einer wohlhabenden Metropole leben. Zeigt, wie glänzende Hochhäuser über Jahrzehnte gewachsene Viertel und deren Einwohner verdrängen. Vor allem aber zeigt er, wie die Gier nach Geld die Menschen heute antreibt und verändert.In einem Interview sagte der Regisseur, er habe einen "extremen Kapitalismus" anprangern wollen, das Geld sei der "dritte Akteur" in seinem Film. Geld sei nicht schlecht, unser Umgang damit aber schon.

Der Filmtitel bezieht sich auf eines des bekanntesten Bildwerke Michelangelos - die Pietà im Petersdom in Rom. Journalisten hatten Kim am Rande des Festivals gesagt, er habe die Pietà zweimal im Vatikan gesehen und bewundere dieses "Meisterwerk" seither.

Blasphemie und Scientology

Wie in "Pieta" waren Macht und die Verführbarkeit der Menschen die zentralen Themen vieler Wettbewerbsbeiträge. Oft geht es dabei um Religion oder andere Glaubensüberzeugungen, meist reißt das die Filmfiguren in tiefe Sinnkrisen. Wie bei "Paradies: Glaube" des Österreichers Ulrich Seidl. Der provozierte mit seiner drastischen Darstellung eines privaten Glaubenskrieges einer Katholikin mit ihrem muslimischen Ehemann. Dafür gab es erst eine Anzeige der streng katholischen italienischen Organisation "NO194" wegen angeblicher Blasphemie. Nun ehrte die Jury in Venedig Seidl mit dem Spezialpreis der Jury.

Und US-Regisseur Paul Thomas Anderson porträtierte in "The Master" einen Sektengründer, der im Nachkriegs-Amerika unzählige Menschen mit seinen Ideen verführt. Die Figur des "Meisters" basiert laut Anderson teilweise auf Scientology-Gründer L. Ron Hubbard, was die Brisanz weiter erhöhte. Das bildgewaltige Werk wurde dann gleich doppelt ausgezeichnet: für die beste Regie und die beiden Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman als Sektenführer und Joaquin Phoenix als dessen dubioser Vertrauter.

Noch nicht alle Probleme gelöst

Es waren gute Entscheidungen der Jury, genau diese Filme auszuzeichnen, stachen sie doch in dem insgesamt starken Wettbewerb noch hervor. Überhaupt scheint sich das Festival Venedig auf einem guten Weg zu befinden. Denn auch wenn nicht alle Probleme gelöst sind - noch immer ist der Bau eines dringend benötigten Neubaus gestoppt -, so setzte der neue Leiter Alberto Barbera wichtige Impulse.

Er rief zum ersten Mal einen Filmmarkt ins Leben, der Käufer auf den Lido brachte und die Bedeutung des Festivals in der Branche erhöhen soll. Vor allem aber bewies er, dass er für den Wettbewerb eine gute Auswahl relevanter Filme einladen und Hollywoodprominenz nach Venedig bringen kann. Barbera reduzierte den Wettbewerb auch auf 18 Beiträge, was den Zuschauern ermöglichte, einzelne Filme besser Revue passieren zu lassen und im Nachhinein weitere Stärken zu entdecken. Venedig mag also das älteste Filmfestival der Welt sein, an Schwung und Bedeutung hat die betagte Dame aber noch lange nicht verloren.

Von Aliki Nassoufis, DPA/AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(