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Sieben Golden-Globes-Nominierungen: "Birdman" ist der große Favorit

Bei den Golden Globes im Januar wird es spannend: Die schräge Komödie "Birdman" ist für gleich sieben Trophäen nominiert. Auch Christoph Waltz könnte zum dritten Mal ausgezeichnet werden.

Michael Keaton als Riggan Thomson in einer Szene des Kinofilms "Birdman". Für sieben Golden Globes ist die Satire nominiert.

Michael Keaton als Riggan Thomson in einer Szene des Kinofilms "Birdman". Für sieben Golden Globes ist die Satire nominiert.

Die Satire "Birdman" geht als großer Favorit in das Rennen um die Golden Globes. Der Film des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu ist für sieben der begehrten Filmpreise nominiert, wie der Verein der Auslandspresse in Hollywood am Donnerstag mitteilte. Dahinter folgen mit Nominierungen in jeweils fünf Kategorien Richard Linklaters "Boyhood" und der Thriller "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben".

Bei "Birdman" dürfen sich neben dem Regisseur Iñárritu auch der Hauptdarsteller Michael Keaton sowie die Nebendarsteller Emma Stone und Edward Norton Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Der Film über einen abgehalfterten Superhelden-Darsteller, der seine Schauspielkarriere am Theater wiederbeleben will, ist zudem als beste Komödie nominiert. "Birdman" hatte es bereits am Mittwoch bei den von Hollywoods Schauspielverband organisierten SAG Awards in vier Kategorien auf die Kandidatenliste geschafft.

Chance für Waltz und Zimmer

Die von der Hollywood-Auslandspresse ausgelobten Golden Globes werden am 11. Januar in einer großen Gala in Beverly Hills verliehen und gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscars am 22. Februar. "Birdman" tritt in der Kategorie "Beste Komödie" gegen "Grand Budapest Hotel", "Into the Woods", "Pride" und "St. Vincent" an. Im Bereich "Bestes Drama" sind "Boyhood", "Foxcatcher", "The Imitation Game", "Selma" und "Die Entdeckung der Unendlichkeit" nominiert.

Der 58-jährige Deutsch-Österreicher Christoph Waltz könnte zum dritten Mal in Folge mit einem Golden Globe ausgezeichnet werden. Er ist für seine Rolle als Walter Keane in Tim Burtons "Big Eyes" in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einer Komödie" nominiert. Auch Star-Komponist Hans Zimmer könnte eine Trophäe erhalten. Der gebürtige Frankfurter holte mit der Filmmusik für Christopher Nolans "Interstellar" seine zwölfte Nominierung. Zwei Globes hat er schon, 1995 für "König der Löwen", 2001 für "Gladiator".

Im Rennen um den besten nicht-englischsprachigen Film sind der israelische Beitrag "Get - Der Prozess der Viviane Amsalem", "Tangerines" (Estland), "Force Majeure Turist" (Schweden), "Leviathan" (Russland) und "Ida" (Polen/Dänemark).

Meryl Streep zum 29. Mal nominiert

Gleich zwei Globe-Chancen als beste Hauptdarstellerin hat die 54-jährige Julianne Moore: als eine an Alzheimer erkrankte Professorin in dem berührenden Drama "Still Alice" und in der Rolle einer alternden Schauspielerin in David Cronenbergs Satire-Komödie "Maps to the Stars". Hollywoods Komödienstar Jennifer Aniston, 45, überrascht diesmal mit einer Nominierung als beste Drama-Darstellerin mit ihrer ungewöhnlich düsteren Rolle als bittere, depressive Frau in dem Indie-Drama "Cake".

Meryl Streep, 65, könnte mit ihrer 29. Globe-Nominierung ihren bisherigen Rekord noch überbieten. Dieses Mal ist sie als Hexe in einer Nebenrolle in dem Märchen-Musical "Into the Woods" im Rennen. Bei der letzten Globe-Gala war sie noch als tablettensüchtige Matriarchin in der Familiensaga "Im August in Osage County" nominiert gewesen. Hollywoods Verwandlungskünstlerin hat bereits acht Globe-Trophäen für Filmrollen im Schrank.

kis/AFP/DPA / DPA