HOME

So spannend wie nie : Proteste, starke Frauen, gute Filme: Was uns bei den Golden Globes erwartet

Sie sind wütend - und wollen es zeigen: Hollywoods Frauen planen für die am Sonntag stattfindenden Golden Globes einen Protest. Und sogar zwei Erzfeindinnen raufen sich für die gemeinsame Sache zusammen. 

Die Spannung steigt: Am Sonntagabend finden in Los Angeles die 75. Golden Globes statt. Und die Filme, um die es in diesem Jahr gehen wird, werden fast schon zur Nebensache. Denn die Verleihung steht für einen Wandel, den gerade vor allem die Frauen in leidenschaftlich vorantreiben. Erst letzte Woche kündigten Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston, Meryl Streep und Reese Witherspoon die "Time’s Up"-Initiative an, mit der Frauen in jeder Branche geholfen werden soll, sich gegen sexuelle Gewalt zu wehren. Aniston spendete dem Rechtsfonds der Initiative sogar eine halbe Million Dollar – insgesamt sind mittlerweile fast 15 Millionen zusammengekommen.

Hollywood-Ladies planen Mode-Protest

Vor Monaten munkelte man in Hollywood, viele der berühmten Schauspielerinnen wollen auf bunte Roben verzichten und als Zeichen des Protestes Schwarz tragen. Ein Hashtag für die Aktion wurde auch schnell gefunden: #GlobesBlackout. Mittlerweile wurde dies bestätigt, und auch ein paar wollen sich dem Dresscode anschließen und sich solidarisch zeigen, darunter wohl Tom Hiddleston und Dwayne "The Rock" Johnson.

Laut "Parks and Recreation"-Star Rashida Jones soll es aber keineswegs bei einem stillen Protest bleiben: "Viele der Frauen auf dem roten Teppich werden darüber sprechen, warum es ihnen wichtig ist, zu protestieren und warum sie schwarz tragen", so die Schauspielerin gegenüber "InStyle".

Angelina Jolie und Jennifer Aniston werden bei den Golden Globes aufeinander treffen

Spannende Reunion: Angelina Jolie und Jennifer Aniston werden bei den Golden Globes womöglich das erste Mal seit langem aufeinander treffen. 


Aniston und Jolie: Zwei Erzfeindinnen treffen aufeinander

Besonders viel Arbeit wird dieses Jahr wohl auf die Mitarbeiter zukommen, die für die Gästeliste zuständig sind. Denn es haben sich zwei angekündigt, die sich nicht ausstehen können: Jennifer Aniston und Angelina Jolie sind beide als Laudatorinnen angekündigt – seit der Schlammschlacht um Brad Pitt vor mittlerweile fast 14 Jahren sind die Schauspielerinnen nur selten auf den gleichen Veranstaltungen aufgetaucht und wenn sie es doch taten, musste dafür gesorgt werden, dass ihre Tische möglichst weit voneinander entfernt standen. Dass sich beide nun zusammenraufen und persönliche Eitelkeiten hinter die wichtige Botschaft der Frauen stellen, ist ein gutes Zeichen. Auch Angelina Jolie hatte nach den Enthüllungen um Harvey Weinstein erzählt, dass sie selbst vor vielen Jahren ein unangenehmes Erlebnis mit dem Filmproduzenten gehabt hat.

Zieht der Blizzard den Veranstaltern noch einen Strich durch die Rechnung?

Ob es jedoch wirklich alle angekündigten Promis zu der Preisverleihung schaffen werden, steht derweil noch in den Sternen: Die Ostküste der USA – und besonders New York City – ist zurzeit komplett von der Außenwelt isoliert. Aufgrund eines heftigen Wintersturms wurde am Donnerstag der gesamte Flughafen JFK geschlossen und fast alle Flüge gestrichen. Wie die Situation am Wochenende aussehen wird, kann derzeit noch niemand voraussagen.

Die Top-Favoriten auf den Golden Globe

Aber da war doch noch etwas – richtig, die Kino- und TV-Produktionen, um die es gehen wird! Die heißesten Favoriten für den "Besten Film" sind Christopher Nolans düsterer Weltkriegsstreifen "Dunkirk" und Guillermo del Toros "The Shape of Water" (deutsch: "Das Flüstern des Wassers").

ist nominiert für ihre Arbeit in "The Post" (deutsch: "Die Verlegerin") – würde die 20-fache Oscarnominierte die Auszeichnung erhalten, können sich die Zuschauer ganz bestimmt auf eine spannende Dankesrede freuen.

Favorit auf den Preis als bester Hauptdarsteller ist der Brite Gary Oldman. Er spielt in "The Darkest Hour" (deutsch: "Die dunkelste Stunde") den ehemaligen Briten-Premier Winston Churchill.

Als bester nicht-englischsprachiger Film ist Fatih Akins Drama "Aus dem Nichts" mit Diane Kruger nominiert. 

So manche #metoo-Kämpferin wird bei der Veröffentlichung der Nominiertenliste allerdings alles andere als erfreut gewesen sein: Keine einzige Frau wurde für die Kategorie "Beste Regie" nominiert, nicht einmal Patty Jenkins, die mit "Wonder Woman" einen der größten Filmhits des letzten Jahres geschaffen hat. Und wieder wird deutlich: Hollywood hat noch viel zu lernen - und #GlobesBlackout ist nur der Anfang. 

Eine Liste aller Nominierten finden sie hier