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Prager Barrandov-Studios: Das Hollywood des Ostens

Internationale Filmproduktionen werden immer häufiger in Osteuropa gedreht. Vor allem Tschechien und die Prager Barrandov-Studios haben sich als feste Größe in der Branche etabliert. Auch der jüngste James-Bond-Film entstand in "Hollywood East".

Von Oliver Bilger, Prag

Zu Zeiten des Kalten Krieges waren die Widersacher von James Bond nicht selten Spione aus dem Ostblock. Auch für "Casino Royale" hat sich 007 in ein Land hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang begeben. Diesmal jedoch nicht, um einen feindlichen Agenten auszuschalten - sondern um dort sein neustes Abenteuer zu drehen.

Erstmals in der über 40-jährigen Geschichte der 007-Reihe ist ein Bond-Film - bislang Flaggschiff der britischen Filmindustrie - nicht in den Londoner Pinewood-Studios entstanden. Stattdessen war Tschechien Produktionsstandort und Hauptdrehort für "Casino Royale". Das 72-Millionen-Dollar-Projekt zog aus finanziellen Gründen in den Osten um. 80 Prozent des Bond-Streifens wurden hier gedreht, die meisten Szenen wurden in den Prager Barrandov-Studios aufgenommen.

Großes Kino in Prag: Immer mehr internationale Filme werden aus Kostengründen im Osten gedreht - nicht nur in Tschechien brummt die Filmproduktion, sondern auch in den Nachbarländern. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle in Straßburg hat 2005 insgesamt 21 in Tschechien produzierte Spielfilme gezählt, 2003 waren es erst 14.

Tschechien ist eine Alternative zu Hollywood und Westeuropa geworden und wird oft als „Hollywood East“ bezeichnet. Internationale Produktionen machen dabei rund 80 Prozent aus. Überwiegend kommen sie aus den USA und Großbritannien. "Omen 666", oder "Die Chroniken von Narnia" zählen zu den großen Projekten der letzten Zeit. Auch deutsche Filmemacher zieht es immer häufiger ins östliche Nachbarland: "Der letzte Zug" oder "Napola" entstanden jüngst in Tschechien. Währenddessen steigt die Zahl der Filme, die aus Kostengründen im Ausland gedreht werden, in Westeuropa und den USA. In den Vereinigten Staaten hat sie sich seit 1990 sogar mehr als verdoppelt. So genannte "Runaway Productions", also Filmproduktionen, die außerhalb Hollywoods gedreht werden, kosten nach amerikanischen Medienberichten die US-Wirtschaft jährlich mehrere Milliarden Dollar.

Der Erfolg kam mit "Amadeus"

Ausländische Produzenten haben Mitte der 90er Jahre den Osten Europas entdeckt. Davor waren die Studio, die 1931 von Milos Havel, dem Onkel des späteren Präsidenten Vaclav Havel, gegründet wurden vor allem für tschechische Märchenfilme wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973) bekannt. In den frühen 80er Jahren entstand - noch unter kommunistischer Regierung -, das mit acht Oscars prämierte Werk "Amadeus", dessen Erfolg die Aufmerksamkeit der Filmwelt nach Tschechien lenkte. Seitdem mit "Mission Impossible" 1995 der erste Blockbuster in Prag gedreht wurde, kamen immer mehr Produzenten aus dem Ausland.

Für sie sind vor allem die geringeren Kosten von Bedeutung: Bis zu 30 Prozent können pro Produktion in Tschechien gegenüber westeuropäischen Studios gespart werden, bis zu 50 Prozent sind es verglichen mit Hollywood - auch, wenn die Löhne in Tschechien seit Jahren stetig steigen: Ein Komparse kostet beispielsweise hier gut 30 Euro am Tag, in Hollywood muss mitunter das Vierfache gezahlt werden.

Tschechien bietet Setbau auf hohem Niveau

Vom Casting bis zur Synchronisation wird in Tschechien rund um Filmproduktion alles angeboten. Bühnenbildner gelten als besonders geschickt, was viele Fantasy- und Historienfilme anlockt. "Beim Setbau sind wir unschlagbar", wirbt Ludmila Claussová, Leiterin der tschechischen Filmkommission, einer Anlaufstelle für internationale Filmemacher, für ihren Filmstandort. Das Land biete zudem vielseitige Architektur- und Naturkulissen mit malerischen Dörfern, Schlössern, Fabriken, Bergen und Wäldern – alles in erreichbarer Nähe.

"Es gibt einen Reichtum an wunderschönen Orten und wir waren beeindruckt von den extrem talentierten Technikern, die gemeinsam mit der britischen Crew arbeiten", lobten die Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli. "Ich habe in praktisch allen Studios um die Welt gearbeitet oder sie zumindest besucht, und ich denke, dass hier ist hier ist das feinste", sagte Regisseur Roman Polanski 2004 einer Prager Zeitung. Für seinen Film "Oliver Twist" wurde in Barrandov damals das London des 19. Jahrhunderts nachgebaut.

Budapest ist Paris in "München"

Die tschechische Filmwirtschaft hat laut Kulturministerium im vergangenen Jahr gut 70 Millionen Euro Umsatz mit ausländischen Produktionen erwirtschaftet - bei einem Gesamtumsatz von rund 160 Millionen Euro. Abhängig von der Größe der Produktionen können es aber auch mal knapp 180 Millionen Euro allein an ausländischen Produktionen sein, wie im Jahr 2003. Doch die östliche Konkurrenz lauert: Auch in Ungarn, Rumänien oder Bulgarien kann bei der Filmproduktion viel Geld gespart werden, zumal die Lohnkosten dort noch niedriger sind. So diente Budapest als Paris-Kulisse für Steven Spielbergs Politthriller "München".

Derzeit werde viel in Rumänien gedreht, sagt der deutsche "Napola"-Produzent Harald Kügler. Doch sei Tschechien noch immer der professionellste Standort. Die Konkurrenz mache sich zwar bemerkbar, jedoch nicht "massiv", findet Claussová. Allerdings müsse die tschechische Regierung Anreize wie Steuererleichterungen schaffen. Andernfalls werde Tschechien als Produktionsland in zehn Jahren mit Problemen rechnen müssen.

Barrandov-Studios sind voll ausgelastet

Noch steht das Land in der Beliebtheit aber ganz oben. Das zeigt auch, dass der Barrandov-Eigentümer, der tschechische Stahlkonzern Moravia Steel, in einer der größten europäischen Filmfabriken ein weiteres Atelier hat bauen lassen. Im Dezember soll die größte schallgeschützte Studiohalle Europas eingeweiht werden. "Die Nachfrage war so groß, dass unsere Kapazität nicht reichte", sagt Studio-Sprecher Jan Susta. Ab Januar soll in dem neuen Atelier der erste Film gedreht werden, bis September sei das Studio vorerst ausgebucht.

Auch die elf bereits existierenden Ateliers sind derzeit belegt: In Studio 7 wird gerade die Häuserkulisse für eine neue US-Produktion gezimmert: "Psych 9" - ein Thriller um eine grauenvolle Mordserie in einem Krankenhaus. Bis vor wenigen Wochen drehte im benachbarten Atelier Eli Roth die Fortsetzung seines Horrorschockers "Hostel". Jetzt wird hier das Bühnenbild für eine russische Komödie vorbereitet; im benachbarten Studio 5, ist gerade ein Werbespot abgedreht worden. Die 007-Produzenten haben unterdessen angedroht, auch den nächsten Film außerhalb Großbritanniens zu drehen. Vielleicht kommt James Bond ja bald schon wieder nach Tschechien.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(