Heidi Klum (52) hat sich bei der bekanntesten Mode-Party der Welt einmal mehr als leidenschaftliche Verkleidungskünstlerin bewiesen. Das Model, das sich bei seinen legendären Halloween-Partys oft bis zur Unkenntlichkeit kostümiert, kam auch zur Met Gala am Montagabend in New York in einem Look, bei dem man zweimal hinsehen musste, um sie zu erkennen. Klums Outfit zum diesjährigen Motto "Fashion Is Art" (Mode ist Kunst) war von einer Marmorstatue inspiriert.
"Stoffe in Skulptur verwandelt"
Die 52-Jährige sah aus, als sei sie direkt der Skulpturengalerie entstiegen: Drapierte, kreidegraue Gewänder umspielten ihren Körper, Gesichtsprothesen imitierten einen in Stein gemeißelten Schleier, dazu trug sie flache Sandalen. Der Look machte es Heidi Klum nicht leicht, die vielen Stufen des Metropolitan Museum of Art emporzuschreiten. Auch das Lachen und Sprechen fiel ihr schwer.
Auf ihrem Instagram-Account verriet sie, dass hinter ihrem besonderen Auftritt Prothesen-Maskenbildner Mike Marino steckte, mit dem sie schon seit Jahren für ihre Halloween-Partys zusammenarbeitet. Er habe "Stoffe in Skulptur verwandelt, indem er mit außergewöhnlicher Präzision Latex und Spandex manipuliert, um die Stille, Zärtlichkeit und Illusion des geschnitzten Marmor zu widerspiegeln". Der Look sei "von der zeitlosen Schönheit von Veiled Vestal von Raffaelle Monti" inspiriert und verwische "die Grenze zwischen Mode und Kunst".
Mode und Kunst vereint
Heidi Klum schwärmte, es handele sich um "ein Stück Modekunst, neu interpretiert in Bewegung": "Jede Falte, jede Kontur, jedes Detail ist absichtlich, und erfasst sowohl Stärke als auch Weichheit auf eine Weise, die fast unmöglich erscheint." Sie liebe Mode und Kunst. "Und ich liebe besonders, wen die beiden aufeinandertreffen."
Im vergangenen Jahr war die vierfache Mutter erstmals seit 2013 wieder zur Met Gala gekommen. Unter dem Motto "Superfine: Tailoring Black Style" hatte sie einen eher zurückhaltenden Look mit einem trägerlosen schwarzen Kleid von Vetements gewählt.