Jacques-Tilly-Prozess in Moskau
Karneval in Moskau: der Prozess gegen Jacques Tilly
Dies ist zwar auch eine irgendwie jecke Inszenierung, aber tatsächlich harte Realität. Und zwar ist dies der Gerichtssaal in Moskau, in dem der Prozess gegen Jacques Tilly läuft – wegen Verunglimpfung Putins und der russischen Armee. Hinten steht der Richter, rechts neben den Kameramännern die Staatsanwältin. Das Verfahren findet in Tillys Abwesenheit statt, es drohen ihm eine Geldstrafe – und im schlimmsten Fall bis zu zehn Jahren Haft.
„Ich hab erstmal gegrinst von einem Ohr zum anderen“, erinnert sich Tilly an den Moment, als er die Nachricht erhielt. Er glaubte natürlich an einen Scherz. An seiner Haltung ändert der Prozess aber nichts: Wenn sich Gerichte einer kriminellen Regierung unterwerfen, seien sie ebenso kriminell. Verspürt er Angst? Er will die absurde Klage „selbstverständlich Rosenmontag in irgendeiner Weise verwursten. Es ist immer eine gefährliche Sache, wenn Despoten, Demagogen und Diktatoren die Narren kurz vor Rosenmontag reizen. Das sollte man nicht machen“
Dies ist zwar auch eine irgendwie jecke Inszenierung, aber tatsächlich harte Realität. Und zwar ist dies der Gerichtssaal in Moskau, in dem der Prozess gegen Jacques Tilly läuft – wegen Verunglimpfung Putins und der russischen Armee. Hinten steht der Richter, rechts neben den Kameramännern die Staatsanwältin. Das Verfahren findet in Tillys Abwesenheit statt, es drohen ihm eine Geldstrafe – und im schlimmsten Fall bis zu zehn Jahren Haft.
„Ich hab erstmal gegrinst von einem Ohr zum anderen“, erinnert sich Tilly an den Moment, als er die Nachricht erhielt. Er glaubte natürlich an einen Scherz. An seiner Haltung ändert der Prozess aber nichts: Wenn sich Gerichte einer kriminellen Regierung unterwerfen, seien sie ebenso kriminell. Verspürt er Angst? Er will die absurde Klage „selbstverständlich Rosenmontag in irgendeiner Weise verwursten. Es ist immer eine gefährliche Sache, wenn Despoten, Demagogen und Diktatoren die Narren kurz vor Rosenmontag reizen. Das sollte man nicht machen“
© Ulf Mauder / DPA