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Kunstmuseum in New York Das Metropolitan Museum of Art – Amerikas größtes Museum und sein sehr krummer Geburtstag

Eine Besucherin mit Maske steht vor einem Gemälde im Metropolitan Museum of Art
Mit Maske im Museum: Das Metropolitan Museum of Art in New York ist aktuell wieder geöffnet, es gibt aber noch Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie.
© Timothy A. Clary / AFP
Viele Menschen verbinden mit dem Metropolitan Museum of Art berühmte Gemälde. Doch der riesige Kulturtempel in New York bietet viel mehr, hält in Corona-Zeiten etliche Online-Attraktionen bereit – und feiert jetzt einen sehr krummen Geburtstag.

Eigentlich hätte das Metropolitan Museum of Art im vergangenen Jahr seinen 150. Geburtstag feiern sollen. Doch dann kam die Corona-Pandemie, und opulente Feierlichkeiten waren plötzlich nicht mehr möglich. Die Geburtstagsfeier für das größte Museum der Vereinigten Staaten musste ausfallen.

"Dann nehmen wir eben den 151. Geburtstag, auch wenn das ein sehr krummes Datum ist", dachte man sich vielleicht bei Google. Und so werden die Besucher der Suchmaschine am 13. April 2021 von einem Google Doodle begrüßt, das das "Met" ausgiebig würdigt. Das Doodle zeigt symbolisch eine Zeichnung des riesigen Hauptgebäudes und mehrere Fotos, unter anderem von weltberühmten Gemälden, ägyptischen Kunstgegenständen, historischen Möbeln, Masken indigener Völker, Skulpturen und griechischen Vasen.

Wer sich diese Fotos anschaut und vielleicht mit dem Gedanken spielt, nach der Corona-Pandemie nach New York zu reisen und dem Museum am Central Park in Manhattan einen Besuch abzustatten, ahnt: Der Besuch will gut geplant sein, denn sonst verzettelt man sich heillos in den gut drei Millionen Exponaten, die sich auf einer Ausstellungsfläche von 130.000 Quadratmetern verteilen. Und dann gibt es ja nicht nur das Hauptgebäude am Central Park, sondern auch noch zwei weitere kleinere Standorte in der Stadt.

Das Haus beherbergt nicht nur weltweit eine der wichtigsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt. Es versteht sich auch als Universalmuseum, erhebt also den Anspruch, dass seine Kunstsammlungsgebiete und -epochen vollständig sind.

Extrem viel zu sehen: Ein Besuch im Metropolitan Museum of Art will gut geplant sein

Es gibt viele Empfehlungen, wie man das "Met" und seine Kunstschätze am besten genießt: entweder man konzentriert sich auf einen Bereich, etwa Europäische Malerei, die Sammlung historischer Kostüme oder ägyptische Kunst. Oder man schlängelt sich in einer etwa zweiständigen Tour durch die Hauptattraktionen, wofür es auf Youtube Anleitungen gibt.

Das Metropolitan Museum of Art hat aktuell trotz Corona wieder geöffnet. Aber man muss auch nicht nach New York reisen, um sich mit seinen großartigen Sammlungen die Zeit zu vertreiben. Im Internet bietet das "Met" eine ganze Reihe virtueller Aktivitäten rund um die Kunst und die großartigen Sammlungen des Hauses, auch für Kinder. Für manche Veranstaltungen muss man sich nur anmelden und kann dann gratis über das Videokonferenz-Tool Zoom teilnehmen, andere kosten eine Teilnahmegebühr ab rund 160 US-Dollar aufwärts.

A propos Gebühr und Geld: Viele Jahrzehnte lang gab es offiziell keine Eintrittsgebühr für das am 13. April 1870 gegründete Museum. Es war den Besuchern freigestellt, wie viel ihren der Besuch wert war und was sie zahlen wollten. Empfohlen waren 25 US-Dollar.

Doch mit den Jahren nahmen die Zahlungsmoral der Museumsbesucher ab und die Geldsorgen des Hauses zu. Seit etwas mehr als drei Jahren gilt nun die Regel: Wer nicht im Bundesstaat New York lebt, muss 25 US-Dollar Eintritt zahlen.

In New York und ganz Amerika ist man stolz auf das Museum, das als eines der größten der Welt gilt und in diesem Jahr – zumindest bei Google – seinen krummen 151. Geburtstag feiert.

Offiziell für das Publikum eröffnet wurde es übrigens zwei Jahre nach der Gründung, am 20. Februar 1872. Möglich also, dass im nächsten Jahr der 150. Jahrestag der Eröffnung gefeiert wird. Dann käme das Metropolitan Museum of Art doch noch zu einer opulenten Geburtstagsfeier.

Quellen:Metropolitan Museum of Art, "The New York Times" , "RND"


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