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41 Millionen Euro Ölgemälde von Gerhard Richter für Rekordpreis versteigert


Gerhard Richter ist bekannt dafür, dass seine Gemälde als die teuersten eines lebenden Künstlers gelten. Jetzt hat sein "Abstraktes Bild" 41 Millionen Euro eingebracht. Soviel wie nie zuvor.

Satte 41 Millionen Euro für ein Ölgemälde! Dabei hatten Experten das "Abstrakte Bild" von Gerard Richter auf 27 Millionen Euro geschätzt. In London wurde das Werk des Dresdner Künstlers von einem anonymen Käufer im Auktionshaus Sotheby’s' ersteigert. Mit dem Preis habe Richter Maßstäbe für lebende europäische Künstler gesetzt, teilte das Auktionshaus nach der Versteigerung mit. So teuer kam noch nie ein Werk des deutschen Malers unter den Hammer.

Im Mai 2013 hatte er bereits mit seinem Bild "Domplatz, Mailand", welches für 37,1 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro) versteigert worden war, einen Rekord aufgestellt.

Das farbenfrohe Bild von 1986 gehört zu Richters Lieblingswerken und hing lange im Kölner Museum Ludwig.

Insgesamt wechselte am Dienstagabend zeitgenössische Kunst für 166,5 Millionen Euro den Besitzer. Das düstere Doppelporträt "Zwei Studien für ein Selbstporträt" ("Two Studies for Self-Portrait") des Iren Francis Bacon (1909-1992) brachte knapp 20 Millionen Euro. Bacon hatte es 1977 gemalt. Es gehört zu einer Reihe von Selbstporträts, die er nach dem Suizid seines Geliebten George Dyer 1971 gemalt hatte.

Bieter kamen aus 42 verschiedenen Ländern

Als wichtigen Newcomer feierte das Auktionshaus den US-Amerikaner Jonas Wood, dessen Werk "Studio Hallway" für rund 492 000 Euro verkauft wurde. Die Bieter kamen Sotheby's zufolge aus 42 verschiedenen Ländern. Auffällig war demnach die Zahl der Interessenten aus Lateinamerika. Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe sie sich verdoppelt.

jek/DPA DPA

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