Menowin Fröhlich bei "DSDS"
Echte Comeback-Chance oder reine Nostalgie?

Menowin Fröhlich freut sich über seine Performance bei "Deutschland sucht den Superstar".
Menowin Fröhlich freut sich über seine Performance bei "Deutschland sucht den Superstar".
© RTL / Stefan Gregorowius

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16 Jahre nach seinem "DSDS-Finale" ist Menowin Fröhlich plötzlich wieder da. Vor den Liveshows gibt es nun aber Debatten über das Comeback.

Wenn die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" Menowin Fröhlich (38) zurück auf die große Bühne holt, ist das mehr als eine bloße Casting-Überraschung. Es ist natürlich auch ein klein wenig der Versuch, eine alte, nie wirklich abgeschlossene Geschichte neu zu erzählen. Zur Erinnerung: Der heute 38-Jährige stand bereits 2010 im Finale und verlor damals gegen Mitstreiter Mehrzad Marashi (45). Dass er nun erneut in den Liveshows (ab 28. April bei RTL und RTL+) auftaucht, verleiht der aktuellen Staffel einen Nostalgie-Effekt, den RTL sichtbar nicht dem Zufall überlässt.

Ausgangspunkt des Comebacks war eigentlich seine Tochter: Die 17-jährige Jiepen Fröhlich trat beim Casting mit Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir" an, bekam aber kein Recall-Ticket. Im Anschluss bat Jurychef Dieter Bohlen (72) ihren Vater angeblich spontan selbst ans Mikrofon. Menowin entschied sich für Stevie Wonders "I Just Called to Say I Love You" - ausgerechnet den Song, mit dem er Jahre zuvor schon einmal bei "DSDS" weitergekommen war - und erhielt diesmal sogar ein Direct-to-Recall-Ticket. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil bei der Show eigentlich die Regel gilt, dass frühere Liveshow-Kandidaten nicht erneut antreten dürfen.

Fans sehen Menowin-Comeback nicht nur positiv

Genau dort beginnt auch die Debatte. Schon kurz nach der Ausstrahlung wurde Menowins Rückkehr im Netz scharf diskutiert. Zuschauer warfen ihm teilweise vor, seiner Tochter die Show gestohlen zu haben. Andere hielten das Comeback für allzu offensichtlich vorbereitet und bezeichneten den Moment als kalkuliert oder gar "abgekartet".

Von der Jury gab es für Menowin hingegen Rückenwind. Bushido (47) bezeichnete ihn als "Bereicherung", Isi Glück (35) offenbarte, ihm schon früher die Daumen gedrückt zu haben. Reibungslos verlief der Weg durch den Recall dennoch nicht: In der ersten Runde wurde Menowin zwar als Gruppenbester gelobt, aus dem Kandidatenfeld kam jedoch auch Kritik an Textsicherheit und Einsätzen.

Trotz aller Diskussionen ist der nächste Schritt fix: Menowin gehört zu den Top 11 und steht damit am 28. April in der ersten Liveshow auf der Bühne. Besonders pikant: RTL hat für genau diesen Abend auch Mehrzad Marashi angekündigt. Und noch eine "Extrawurst" gibt es für ihn: Das neue Begleitformat "DSDS Reality" startet zunächst ohne Menowin. Laut Sender zieht er aus gesundheitlichen Gründen vorerst nicht in die Kandidaten-WG ein.

Echtes Comeback oder nur weiteres Nostalgie-Kapitel im TV

Menowin Fröhlich ist somit also nicht einfach nur zurück. Mit ihm holt "DSDS" natürlich auch ein Stück der eigenen, sehr erfolgreichen Vergangenheit auf die Bühne. Bei den Fans ist und bleibt diese Strategie umstritten und die Frage offen: Wird aus der Menowin-Rückkehr am Ende ein echtes, musikalisches Comeback oder bleibt es bei einem starken und effektiven Coup in einer weiteren Episode des Nostalgie-Fernsehens heutiger Zeit.

SpotOnNews

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