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Comet-Verleihung: Erfolg für Grönemeyer, Daniel und Alexander abgestraft

Herbert Grönemeyer ist mit zwei Auszeichnungen der erfolgreichste Künstler bei der diesjährigen Verleihung des Comet-Musikpreises. Die Retorten-Superstars Daniel und Alexander ernteten Buh-Rufe.

Herbert Grönemeyer ist mit zwei Auszeichnungen der erfolgreichste Künstler bei der diesjährigen Verleihung des Comet-Musikpreises. Der Musiker erhielt die Auszeichnung am Freitagabend vor rund 14.000 Zuschauern in der Kölnarena als bester deutscher Künstler und für die beste Live-Performance. Die No Angels wurden in Köln als beste deutsche Band geehrt. Es war bereits der dritte Comet in ihrer Karriere.

Grönemeyer übt Medienschelte

Herbert Grönemeyer hat die Verleihung des Musikpreises zur Medienschelte genutzt. Es gehe ihm gut, dank seiner Kinder und seiner "neuen Sonne", gemeint ist offenbar seine neue Lebensgefährtin, sagte er am Freitagabend bei der Veranstaltung in Köln. Obwohl er darum gebeten habe, dass nicht über sein Privatleben berichtete werde, seien in der vergangenen Woche von einer großen Boulevard-Zeitung Paparazzi-Fotos von ihm nahe stehenden Personen veröffentlicht worden.

Er forderte andere Medien auf, von solchen Fotos oder Berichten abzusehen. "Ich singe, ich liebe mein Publikum, aber was ich privat mache, geht niemanden etwas an", sagte der Musiker. Im Februar hatte der Superstar die Medien gebeten, nicht über sein Privatleben zu berichten. Sollte dennoch berichtet werden, werde der Sänger "unverzüglich rechtliche Schritte" einleiten, hieß es damals in einer Erklärung. Dies gelte auch bei Berichten über seine derzeitige Partnerin. Grönemeyer lebt seit dem Tod seiner Frau Anna vor vier Jahren in London.

Küblböck und Alexander wurden gnadenlos abgestraft

Überschattet wurde der Abend von einem Eklat beim Auftritt von Daniel Küblböck. Bereits kurz nach Beginn hatte sich der Laudator und Fernseh-Moderator Oliver Pocher als Daniel verkleidet und den "Superstar" parodiert. Als dann bei Küblböcks Auftritt ein großer Teil des Publikums buhte und pfiff, brach der "Superstar" seinen Song ab, um dem Publikum mit einer eigenen Version des Nena-Klassikers "99 Luftballons" - in seiner Version "99 Tage Superstar" - zu erklären, dass er "weiter kämpfen" werde. Erst dann setzte er seinen Auftritt wie geplant fort. Auch für "Superstar" Alexander, der als bester deutscher Newcomer ausgezeichnet wurde, gab es Pfiffe.

In der Kategorie Künstlerin national gewann Nena, zum besten deutschen HipHopper wurde Kool Savas gekürt, die Trophäe für den besten Act international ging an die Kanadierin Shania Twain. Bester internationaler Newcomer wurde das russische Mädchen- und Skandalduo t.A.T.u., allerdings konnte den Preis nur Lena entgegennehmen, weil ihre Partnerin Julia gerade im Krankenhaus operiert wurde, wie sie sagte.

Eminem und Metallica kamen erst gar nicht

Bis auf Eminem, der als bester internationaler HipHopper ausgezeichnet wurde, und Metallica, die in der Kategorie Rock gewannen, nahmen alle Künstler die Trophäe in Köln selbst in Empfang. Insgesamt waren 59 Künstler in 14 Kategorien nominiert.

Der Comet wurde zum neunten Mal vergeben. Präsentiert wurde die Sendung von VIVA, VIVA Plus und RTL. Durch den Abend führten als Moderatoren Sasha und Yvonne Catterfeld, die außerdem selbst in der Kategorie bester nationaler Newcomer nominiert war. Begleitet wurde die Preisverleihung von Auftritten zahlreicher Superstars wie HIM, Scooter oder Outlandish.