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Live-Event Olli Schulz ärgert sich über Konzertabsage in Rheinland-Pfalz – Söder macht ihm ein Angebot

Olli Schulz spricht bei einem Interview 2020 auf der Berlinale in ein Mikrofon.
Seit April 2016 moderiert Olli Schulz den Podcast "Fest und Flauschig" mit Jan Böhmermann.
© Snapshot/Tobias Seeliger/Geisler-Fotopress/ / Picture Alliance
"Das ergibt einfach keinen Sinn." Olli Schulz lästert nach der Absage eines Konzerts in Trier über die Verantwortlichen in Rheinland-Pfalz. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reagierte mit einem Angebot.

"Es ist wirklich das Hinterletzte." Mit heftigen Worten kritisierte Olli Schulz in der neusten Ausgabe seines Podcasts "Fest und Flauschig" die Absage eines geplanten Konzerts in Trier. Zusammen mit anderen Künstlern hätte Schulz am 17. Juni beim Musikfestival "Porta Hoch 3" auftreten sollen. Doch 500 Teilnehmer bei einer Freiluftveranstaltung waren den Verantwortlichen zu viel. Höchstens 250 Menschen hätten nach Angaben des Landes Rheinland-Pfalz dabei sein dürfen.

Das Verbot stößt bei Schulz auf Unverständnis. Vor allem weil andere Großveranstaltungen wie ein Rennen am Nürburgring stattfinden würden. "Gleichzeitig läuft aber für 10.000 Leute dieses beschissene Leck-mich-am-Arsch-Rennen irgendwo am Nürburgring. Und Bayern München darf auch wieder 14.000 Leute ins Stadion lassen", lästert der Sänger. Dass die Veranstaltung am Nürburgring ein Modellprojekt war, lässt er unerwähnt. Zwar gönne er jedem seinen Volkssport, doch ein kleines Konzert abzusagen, wenn Veranstaltungen woanders in der Größenordnung möglich sind, das "ergibt einfach keinen Sinn".

Markus Söder lädt Olli Schulz nach Bayern ein

In der Sendung "Maischberger – Die Woche" ging Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittwochabend auf die Kritik ein. Er führte aus, dass für die Europameisterschaft in der Allianz-Arena ein aufwendiges Sicherheitskonzept zum Betreten und Verlassen des Stadions erstellt worden sei. Nur deshalb könnten 14.000 Zuschauer live in der Arena zusehen.

Zu der Absage des Konzertes in Trier sagte Söder: "Ich weiß nicht, warum das in Rheinland-Pfalz nicht erlaubt ist. In Bayern würde er ein solches Konzert für 500 Teilnehmer geben können, mit entsprechenden Möglichkeiten des Sitzens. Also muss er halt nach Bayern kommen", sagte Söder und lud Schulz damit in den Süden ein.

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Für Schulz wäre es eines der ersten Konzerte mit einem großen Live-Publikum nach einer langen Coronapause gewesen. Auch deshalb sitzt der Frust über die Absage tief. "Das zieht mich einfach jetzt gerade wirklich runter. Ich hab' mich da sehr drauf gefreut, nach dem ersten Streaming-Konzert, was ich hatte, mit der Band wieder ein paar Konzerte zu spielen", sagte er.

Kollege Helge Schneider, der ebenfalls in Trier hätte auftreten sollen, reagiert satirisch auf die Absage. In einem Facebookvideo sagte er: "Ich fühle mich persönlich angegriffen und werde Rheinland-Pfalz nie mehr betreten." Vielleicht sollte Söder auch ihm ein Angebot machen.

mai

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