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Queen Elizabeth II. Diese Momente bleiben in Erinnerung

Die Queen bei Prinz Philips Beerdigung.
Die Queen bei Prinz Philips Beerdigung.
© imago images/i Images
Die Bilder, auf denen die Queen einsam um Prinz Philip trauert, gingen um die Welt. Genau wie viele andere Aufnahmen der Königin.

Queen Elizabeth II. feiert am 21. April ihren 95. Geburtstag. Wohl ohne privates Fest. Erst am 17. April sahen Millionen vor den TV-Bildschirmen zu, wie sich die Monarchin von ihrem Ehemann Prinz Philip (1921-2021) verabschiedete, der im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Die Bilder, auf denen die Queen bei der Beerdigung wegen der Corona-Beschränkungen abseits ihrer Verwandtschaft alleine in der Kapelle auf Schloss Windsor trauert, gingen um die Welt. Genau wie so viele andere Aufnahmen der Monarchin in den vergangenen Jahrzehnten. Neben zahlreicher Jubiläen, die die am längsten regierende britische Monarchin bereits feierte, blieben unter anderem diese Momente in Erinnerung.

Krönung: 2. Juni 1953

Elizabeth kam 1926 zur Welt, als erstgeborene Tochter des späteren König George VI. (1895-1952). Dass sie später einmal den Thron besteigt, galt bei ihrer Geburt noch als sehr unwahrscheinlich. Erst als ihr Onkel, König Edward VIII. (1894-1972), 1936 abdankte, um die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson (1896-1986) heiraten zu können, wurde sie zur Kronprinzessin. Nach dem Tod von Elizabeths Vater war die damals 25-jährige Prinzessin 1952 dazu bestimmt, sein Erbe anzutreten. Elizabeth war bereits seit 1947 mit Prinz Philip verheiratet und zu diesem Zeitpunkt zweifache Mutter, Prinz Charles kam 1948 zur Welt, Prinzessin Anne 1950. Die beiden jüngeren Kinder folgten nach der Thronbesteigung, Prinz Andrew wurde 1960 geboren, Prinz Edward 1964.

Auch wenn Elizabeth II. nach dem Tod ihres Vaters am 6. Februar 1952 den Thron bestieg - ihre Krönung fand erst am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey statt. Es war die erste, die im Fernsehen übertragen wurde. Rund 27 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich sollen die Zeremonie verfolgt haben, weitere elf Millionen hörten angeblich im Radio zu. Danach säumten rund drei Millionen Menschen die Route, die die Königin und ihr Gefolge bei ihrer Prozession zurück zum Buckingham Palast nahmen.

Deutschlandbesuch: 18. bis 28. Mai 1965

Eine zehntägige Reise von Elizabeth II. und Prinz Philip nach Deutschland im Mai 1965 wurde zum "Jahrhundertbesuch": Es war der erste offizielle Besuch eines britischen Royals seit 1913. Anlass war der 20-jährige Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Die Reise wurde zum Symbol der Versöhnung. Ausschlaggebend dafür soll auch Prinz Philip gewesen sein. Er stammte väterlicherseits aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und lebte als Kind einige Zeit in Deutschland.

Katastrophe von Aberfan: 21. Oktober 1966

Die Serie "The Crown", die das Leben von Elizabeth II. nachzeichnet, widmete diesem Unglück eine ganze Folge: Bei der Katastrophe von Aberfan in Wales kamen am 21. Oktober 1966 durch einen Haldenrutsch 144 Menschen ums Leben, darunter 116 Kinder. Prinz Philip kam einen Tag nach der Katastrophe in Aberfan an, die Queen erst etwa eine Woche später. Angeblich soll sie anschließend zutiefst bedauert haben, dass sie den Unglücksort nicht früher besucht hat.

Hochzeit von Charles und Diana: 29. Juli 1981

Am 29. Juli 1981 sollen 750 Millionen Menschen in 74 Ländern verfolgt haben, wie Thronfolger Prinz Charles seine Verlobte Lady Diana Spencer (1961-1997) in der St.-Pauls-Kathedrale heiratete. Der "Hochzeit des Jahrhunderts" folgte bekanntlich kein Happy End ...

"Annus Horribilis": 1992

1992 ging als "Schreckensjahr" der Queen in die Geschichte ein. Charles und Diana gaben ihre Entscheidung bekannt, dass sie sich trennen. Prinz Andrew und seine Frau Sarah Ferguson (61) trennten sich ebenfalls, Prinzessin Anne ließ sich 1992 von ihrem Ehemann Mark Phillips (72) scheiden. Zudem brach im November des Jahres auf Schloss Windsor, in dem die Queen lebt, ein Feuer aus, das mehr als 100 Zimmer zerstörte.

Dianas Tod: 31. August 1997

Den Unmut der Bevölkerung zog die Queen auf sich, nachdem Diana, die geschiedene Frau von Prinz Charles und Mutter von Prinz William (38) und Prinz Harry (36), am 31. August 1997 bei einem Autounfall starb. Die Queen blieb erst einmal auf ihrem Anwesen im schottischen Balmoral, und weigerte sich, die Flagge über dem Buckingham Palast auf halbmast setzen zu lassen, auch eine Ansprache an die trauernde Nation gab es zunächst nicht. Erst mehrere Tage später kehrte die Queen nach London zurück und hielt eine Fernsehansprache. Der Film "Die Queen" mit Helen Mirren in der Hauptrolle schildert die Umstände jener Tage.

Geburt der nächsten Thronfolger-Generationen: 1982 und 2013

Die Queen hat acht Enkel und bereits zehn Urenkel, eine weitere Urenkelin kommt im Sommer hinzu, wenn Prinz Harry und Herzogin Meghan (39) zum zweiten Mal Eltern werden. Herausragend unter der Kinderschar sind Prinz William, der am 21. Juni 1982 zur Welt kam, und Prinz George (7), der erstgeborene Sohn von William und Herzogin Kate (39). Nach seinem Opa Prinz Charles und seinem Vater William soll George einmal den Thron besteigen. Damit hat die Königin drei Generationen direkter Erben des britischen Throns um sich.

"Megxit"-Ankündigung: 8. Januar 2020

Als Prinz Harry am 19. Mai 2018 Meghan Markle - eine geschiedene US-Schauspielerin - auf Schloss Windsor heiratete, wurde das noch groß gefeiert. Die Beziehung zwischen dem Paar und den Royals sollte sich aber rasch verschlechtern. Am 8. Januar 2020 gaben der Herzog und die Herzogin von Sussex schließlich bekannt, dass sie von ihrer Rolle als hochrangige Mitglieder der Royals zurücktreten. Im Frühjahr 2020 zogen sie mit ihrem einjährigen Sohn Archie nach Kalifornien. Der Tiefpunkt: Im März 2021 wurde ein Interview ausgestrahlt, das Harry und Meghan mit Talkshowlegende Oprah Winfrey (67) führten und in dem sie den Royals unter anderem Rassismus vorwarfen.

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