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"Bares für Rares" "Es ist einmalig": Selbstgebauter Kaiserdom begeistert Experten und Händler

"Bares für Rares"
Detlev Kümmel begutachtet mit staunenden Augen einen selbstgebauten Kaiserdom aus dem 19. Jahrhundert.
© ZDF
Dieses Objekt ließ die Herzen aller Anwesenden höher schlagen: Bei "Bares für Rares" kam ein echtes Unikat unter den Hammer - ein selbstgebauter Dom aus dem 19. Jahrhundert.

Die Sendung heißt zwar "Bares für Rares", doch wirkliche Unikate gibt es hier selten zu bestaunen. Das ist an diesem Freitag anders: Artur Renner und sein Enkel Nico aus Freudenberg haben einen selbstgebastelten Dom mitgebracht. Es sei ein Eigenbau, erklärt Renner senior im Vorfeld. "Dadurch alleine schon ist es was Rares. Es ist einmalig."

Das sieht auch Horst Lichter so. "Das ist beeindruckend", schwärmt der Moderator beim Anblick des gewaltigen Bauwerks. Es habe bereits in seiner Kindheit auf dem Dachboden gestanden, erklärt der Rentner. Der Familienüberlieferung nach soll ihn ein Cousin seines Großvaters gebaut haben. "Ein Einzelstück in Heimarbeit", fasst es Lichter zusammen.

Detlev Kümmel findet nur lobende Worte für den imposanten Sakralbau. In den Fenstern, erklärt der Experte, befänden sich Motive von allen deutschen Kaisern seit der Krönung Karls des Großen 800 bis zum Dreikaiserjahr 1888. 

Ein Fantasie-Dom bei "Bares für Rares"

Die Kirche sei dabei nicht einem historisch bestehenden Bau nachempfunden. "Das ist ein Fantasiegebäude", urteilt Kümmel. Es handele sich um "eine Art Dom". Denn darin seien die deutschen Kaiser immer gekrönt worden. In dem Turm befinde sich zudem eine Spieluhr mit neun verschiedenen abspielbaren Platten.

Am meisten beeindruckt den Experten aber die liebevolle Handarbeit, die zur Herstellung dieses Prachtbaus nötig war. Als Baujahr schätzt Kümmel die 1890er Jahre. Als Wunschpreis nennen die Verkäufer eine Summe "ab 800 Euro aufwärts". Das sollte machbar sein - die Expertise beläuft sich auf 1500 bis 2000 Euro. 

Die Händler erkennen sofort den Wert des Objekts: "Das ist wirklich etwas, das man als Spieluhrensammler sucht", sagt Fabian Kahl. Sein Kollege Wolfgang Pauritsch stimmt zu - und steigt gleich mit 500 Euro ein. Kahl hält hartnäckig dagegen und bietet mit 1000 Euro eine vierstellige Summe.

Pauritsch versucht dagegen mit seiner Herkunft zu punkten: "Dieses Stück deutscher Geschichte in Österreich auszustellen, ist fantastisch." Doch das höchste Gebot kommt von Kahl, der 1200 Euro bietet. Artur Renner schafft es mit Verhandlungsgeschick ihm noch 100 Euro mehr aus dem Portemonnaie zu ziehen - somit wechselt das Unikat für 1300 Euro seinen Besitzer. "Das ist ein richtig geiles Ding", strahlt der Händler nach Abschluss des Geschäfts.

Quelle"Bares für Rares" in der ZDF-Mediathek

che

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