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Fremdscham garantiert: "Ich suche eine feste Frau": Das sind die "Bachelor"-Dialoge aus der Hölle

Die RTL-Kuppelshow liefert seit jeher denkwürdige Dialoge, die beim Zuschauer Fremdscham auslösen. Doch in diesem Jahr schießt "Bachelor" Sebastian Preuss den Vogel ab. 

"Der Bachelor" Sebastian Preuss macht sich im Netz weiter unbeliebt.

Aus dem aktuellen Bachelor, Kickboxer Sebastian Preuss, wird kein großer Redner mehr, so viel ist nach sechs Folgen der Kuppelshow klar. Klar ist allerdings auch, dass wohl keiner der Zuschauer einschaltet, um sich die rhetorische Finesse eines jungen Single-Mannes und einiger Jennys anzusehen. Doch in diesem Jahr scheint der Bachelor in Sachen Horror-Dialoge den Vogel abzuschießen. 

"Der Bachelor": Dialoge und Sprüche aus der Hölle

Sebastian Preuss kriegt kaum einen fehlerfreien Satz raus. Das mag an der Aufregung liegen, auf einmal vor Kameras sprechen zu müssen. Aber seit der ersten Folge hat sich daran nichts geändert oder verbessert. Im Gegenteil, die Dialoge zwischen Bachelor und den Frauen werden immer schlimmer.

Da wären zum einen seine Gedankenspiele, die er in Einzelinterviews zum Besten gibt. Ein paar Beispiele:

Die Suche nach der großen Liebe ist hart. Die Suche nach der großen Liebe im Fernsehen noch härter. Aber Sebastian Preuss ist ein ebenso harter Typ. "Ich finde, dass ich sehr ehrgeizig bin. Ich habe einfach gelernt, wenn ich aufs Maul falle, stehe ich wieder auf und mach weiter", sagt er nachdenklich zu Beginn der neuesten Folge. Einen Rückschlag musste er gerade verkraften, wollte seine ursprüngliche Favoritin Linda ihn trotz erbarmungsloser Überredungskünste nicht küssen. 

Desirée ist "außen zart"

Und dann packte auch noch Kandidatin Vanessa ihre Koffer. Sie hat sich nicht verliebt, erklärte ihm das in einer Videobotschaft. "Ich hoffe, dass sie sich sehr wohl fühlt und dann auch wieder gut zuhause und gesund ankommt", sagt er und plant kurzerhand das Einzeldate um. Statt Vanessa muss er jetzt Desirée mitnehmen. Über die hatte er kürzlich noch gesagt, er betrachte sie eher als Schwester. "Das ist so eine, die würd ich lieber in den Arm nehmen und so ein bisschen streicheln", so sein Fazit damals.

Bachelor Sebastian Preuss und Leah

Bachelor Sebastian Preuss und Studentin Leah, die gerne krault

TV Now

Wie denkt er jetzt über die Single-Kandidatin? "Die Desirée ist von außen ziemlich zart und ich glaube aber, dass sie schon einen harten Kern hat. Und auch einen guten Kampfgeist und den möchte ich heute unter Beweis stellen", begründet er seine Entscheidung für das Helikopter-Date. "Der Bachelor spricht von seinem Date wie von 500 Gramm Schweinekotelett", fasst Journalistin Christiane Hoffmann es treffend zusammen. Der einzige Unterschied zum Pfund Schweinekotelett: Das Fleisch hat die Qual schon hinter sich.

Nach dem Sprung in die Tiefe gab es für die Zuschauer dann mal wieder ein Gespräch wie aus dem Bachelor-Baukasten.

Sebastian: "Und wie ging es dir so?"

Desirée (die sich gerade übergeben hat): "Ich fand es abartig! Ich bin raus und dachte mir 'Wow'. Hammer Hammer Hammer."

Sebastian: "Hut ab vor dir, dass du das durchgezogen hast. Respekt."

Dann die Überleitung des Jahrhunderts vom Bachelor: "Was war so deine größte Angst was du so bisher im Leben hattest? Kannst du dich daran erinnern?"

Desirée: "Größte Angst, es gibt bei mir glaube ich keine größte Angst, außer vor Spinnen. Aber ansonsten hatte ich glaube ich noch nie unglaublich viel Angst, weil ich glaube wenn man sich in bestimmten Situationen auf seine Gefühle oder seinen Kopf verlässt, kann man vielleicht was vorhersehen oder auch nicht, aber so richtig, richtig panische Angst habe ich nur vor Spinnen. Wie ist das bei dir - gibt es irgendwas, wovor du generell richtig großen Respekt hast?", fragt sie ihn. 

Sebastian: "Ja also ähm, die größte Angst, als Kind habe ich schon viel immer geweint, wenn meiner Mom was passieren würde", erklärt er. So viel Tiefgrund, so viele Emotionen.

Kalendersprüche à la Laura Müller

Nach diesem weltbewegenden Gespräch sieht Preuss Desirée nicht mehr wie seine kleine Schwester. 

Aber weiter im Programm. Die nächste ist Wioleta. Mit ihr geht Preuss essen.

Wioleta: "Wenn ich lache, ich lache einfach immer so, okay. Mach dir dabei keine Gedanken."

Sebastian: "Aber ist doch schön, wenn du lachst. Besser als wie wenn du traurig schauen würdest." 

Wioleta: "Ja."

Sebastian: "Hast du Lust, dass wir noch ein Stück was Süßes schlabbern?", fragt er und meint dabei zur Abwechslung mal nicht Knutschen, sondern tatsächlich eine Nachspeise. Beim Eis philosophieren die beiden dann über die Liebe. Und Herausforderungen. Und darüber, stark zu sein.

Wioleta: "Glaubst du denn an die große Liebe?"

Sebastian: "Ja zu hundert Prozent und daran habe ich auch noch nie gezweifelt. Schon als kleines Kind, glaube ich, habe ich daran geglaubt. Ich glaub wenn man miteinander spricht, kann man so jede Herausforderung bewältigen auch."

Wioleta: "Glaube ich auch."

Sebastian: "Wenn man liebt, Liebe ist auch so die stärkste Waffe der Welt."

Wioleta: "Finde ich auch."

Sebastian: "Wenn man liebt, ist nichts stärker." Das wusste auch schon der Wendler: Wenn man liebt, wenn man liebt, wenn man liebt.

"Ich suche eine feste Frau"

Beim Date mit Natali ohne E geht es mal wieder schnell zur Sache.

Natali: "Was sind so Merkmale an einer Frau, die du schätzt?", will sie vom Bachelor wissen.

Sebastian: "Wenn sie mir loyal gegenüber steht. Und das merkst du ja, wie sehr so eine Frau für dich da ist. Macht sie sich wirklich Sorgen, hört sie mit dem Herzen zu, oder schaut sie nur, dass sie schnellstmöglich wieder raus kommt und sich mit ihren Freunden treffen kann. Ich bin offen für eine Beziehung. Ich will eine feste Frau. Irgendwas zum Vögeln oder so suche ich nicht."

Natali: "Nee. Kann man draußen auch. Man kann auch draußen oberflächlich seinen Spaß haben. Dazu muss man nicht unbedingt in ne Show. Deswegen."

Sebastian: "Ja."

Natali: "Ich bin voll am Abschwitzen", beendet sie das Gespräch. Ab geht es ins Wasser zum Knutschen. 

Sebastian: "So nah war ich nicht mit jedem Mädchen", sagt er zu Natali und im Interview: "Da habe ich mir gedacht, wenn wir uns jetzt schon so nah sind, kann ich sie auch gleich mal küssen."

Mit Anna wird es dann richtig unangenehm. Denn sie fühlt dem Bachelor gehörig auf den Zahn. 

Anna: "Sebastian, wie kommt es, dass ich jetzt hier sitze?"

Sebastian: "Wie, wie kommt's?"

Anna: "Ich hab nicht gedacht, dass wir das noch schaffen."

Sebastian: "Jetzt enttäuschst du mich aber. Wieso nicht, ist doch schön, oder?"

Anna: "Ja, voll."

Sebastian: "Ich möchte dich ja näher kennenlernen und so viele Mädels sind es nicht mehr. Eigentlich kommen wir noch alle zusammen."

Anna: "Aber ich war ein bisschen enttäuscht über die Nachricht."

Sebastian: "Warte, tschuldigung, welche, wieso?"

Anna: "Ich finde, die hättest du schöner formulieren können. Die war so plump. Die anderen haben alle so schöne Nachrichten gekriegt."

Sebastian: "Du meinst, ich hätte mir mehr Mühe geben sollen? Hm. Also so ein beruhigendes Gefühl hast du eigentlich gar nicht, oder so ein befriedigendes für das, dass du hier in dieser mega Location sitzt."

Kritik und der Bachelor - das passt nicht zusammen. "Scheißen wir mal aufs Thema und lass ins Wasser gehen", beendet er das unangenehme Gespräch.

Leah krault den Bachelor

Mit der dritten Date-Kumpanin, Leah aus Hamburg, geht es direkt mit Kalendersprüchen weiter. 

Sebastian: "Ein Mensch an der Seite zu haben, das muss man auch richtig fühlen. Und in so einer kurzen Zeit kann man das nicht, das muss man dazu sagen. So viel Zeit haben wir auch nicht. Deswegen versuche ich auch die Zeit, die was wir miteinander haben, auszukosten."

Leah: "Das freut mich."

Sebastian: "Da spürt man dann auch richtig, wie geht es einem, wie fühlt man sich."

Leah: "Magst du gekrault zu werden?"

Sebastian: "Ja mag ich", antwortet er und schwupps, wird im Wasser wieder geknutscht.  

"Dias de los Muertos" und die Nacht der Rosen

In der Nacht der Rosen erklärt Preuss dann den "Dias de los Muertos", einen der wichtigsten mexikanischen Feiertage: 

"Heute feiern wir das Totenfest, das ist in Mexiko, ich finde das sehr traditionell und was sehr Schönes, weil man glaubt einfach an die Toten oder denkt noch mal über die Toten drüber nach und, ähm, nimmt sie sich sehr zu Herzen an so einem besonderen Tag. Und ich würde einfach sagen, oder euch bitten, dass wir vielleicht eine stille Schweigeminute einrichten, dass wir mal an die denken, die es heute leider nicht mehr gibt und die damit sozusagen ehren und an die schönen Dinge wie gesagt denken. Habt ihr Lust? Sollen wir uns in Arm nehmen?" - gut möglich, dass die Erklärung des "Dias de los Muertos" in den deutschen Geschichtsbüchern nun umgeschrieben werden muss. Die Schweigeminute genießen derweil besonders die Zuschauer. 

"Ja, ihr merkt, es wird immer ernster. Wie geht es euch damit?" fragt er anschließend in die Runde. "Ich denke wir sind dankbar, dass es immer ernster wird", antwortet Jenny-Jasmin und alle nicken. 

Jenny-Jasmin konfrontiert Sebastian dann im Anschluss mit einer großen Sorge. 

JJ: "Bereust du den Kuss, der zwischen uns gefallen ist zu Beginn?"

Sebastian: "Wieso frägst du des?"

JJ: "Ich frage", antwortet sie und für diesen Diss (ob gewollt oder nicht) muss man sie fast lieben. "Weil es keine Möglichkeit danach gab, dass man ihn wiederholt. Und dadurch, dass wir zwei Wochen lang kein Date hatten, mache ich mir persönlich einfach Gedanken."

Sebastian: "Ich muss sagen, der Kuss hat nicht hingepasst. Der war nicht passend in diesem Date. Bei diesem Kuss habe ich nicht so wirklich viel gefühlt. Aber ich glaube das hast du ja selber gespürt und verstanden. Wenn ich ehrlich bin, bereut habe ich ihn nicht, weil durch diesen Kuss habe ich viel gelernt", sagt er. Eine Rose bekommt Jenny-Jasmin nicht. 

"Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Ich bin in vielen Sachen nicht gut", sagt Bachelor Sebastian Preuss zu Beginn der sechsten Folge. Und es stimmt wohl. Er ist in vielen Sachen nicht gut. Reden gehört dazu.