HOME

"Hurra, es ist ein Mindestlohn": "heute-show": So miserabel sieht es für werdende Eltern in Deutschland aus

Die GroKo verspricht vieles: Doch was muss die neue Regierung in Sachen Geburtenrate, Hebammen und Mutterschutz angehen? Vieles, wenn es nach der ZDF-Satiresendung geht. 

Heute-Show

"Hurra, es ist ein Mindestlohn": So kommentiert die "heute-show" den Hebammennotstand in Deutschland. 

In den Gesprächen der neuen, alten Regierung kamen bislang so einige Themen vor: der digitale Wandel, die Flüchtlingskrise, Krankenversicherungen und sogar Flugtaxis - ja, wirklich. Doch eines Missstandes haben sich die Koalitionspartner zu wenig angenommen, laut der ZDF-"heute-show". "So kinderfreundlich ist Deutschland gar nicht. Kaputte Schulen, fehlende Betreuungsplätze, selbst Geborenwerden ist hier gar nicht so einfach" - zählt Oliver Welke in der Sendung auf.

"heute-show" kommentiert den Hebammennotstand

Der Moderator spielt damit auf den verheerenden Hebammennotstand in Deutschland an. Denn der altehrwürdige Beruf ist mittlerweile so unattraktiv geworden, dass Bürger sich im Prinzip schon vor der Empfängnis um eine passende Geburtshilfe kümmern müssten. Hebammen bekämen, so die "heute-show", "nicht mehr als eine Hilfsarbeiterin ohne Ausbildung." Aber es ist nicht nur die schlechte Bezahlung, die zu immer weniger Hebammen führe, sondern vor allem auch hohe Berufshaftpflichtprämien, die freiberufliche Geburtshilfen zahlen müssten. "Die haben sich zuletzt erhöht auf 7600 Euro pro Jahr und Hebamme", kritisiert Welke. "So läuft das in einem profitorientierten Gesundheitssystem. Da machen Krankenhäuser mit normalen Geburten kein Geld mehr", kommentiert er einen Beitrag, in dem eine junge Mutter erzählt, sie wäre trotz starker Wehen nicht in einer Klinik aufgenommen worden. Das Kinderkriegen sei in Deutschland die letzte große Herausforderung. "Die richtig toughen bitches werden: Mutter", heißt es in dem Satire-Beitrag. "Kombiniere den Stress eines Topmanagers mit dem Gehalt eines Friseurazubis aus Sachsen."

Birte Schneider leitet Geburtsvorbereitungskurs

Anschließend nimmt Christine Prayon als Birte Schneider die Thematik in einem Geburtsvorbereitungskurs aufs Korn und erklärt anhand lustiger Beispiele, warum man in Deutschland besser nicht schwanger werden sollte. Da kassiert sie erstmal das ganze Bargeld der Paare ein, um ihnen zu zeigen, wie es nun für sie die nächsten 25 Jahre weitergehen wird. Immerhin kriegen die vier aber noch ein paar Tupperdosen. "Da könnt ihr die Plazenta einfrieren. Für schlechte Zeiten." Und die Wut, die junge Eltern spüren, "die hecheln wir jetzt einfach mal gemeinsam weg", sagt Schneider. Dass es in Zukunft wohl nicht besser werden wird, zeigten die Verhandlungen zur neuen Großen Koalition. "Auch mit der neuen GroKo gibt es keine gesetzlich geregelte Ganztagsbetreuung für Grundschüler", stellt sie fest. "Das heißt, Mutti kann auch in Zukunft maximal Teilzeit arbeiten." Abhilfe schaffe allerdings ihr eigens dafür entwickeltes Wickeltuch, das sogar Zwillingsmüttern ermöglichen würde, kurz nach der Geburt wieder Pizzen auszuliefern. 

Fakten über deutsche Satiresendung: Was Sie über die "Heute Show" noch nicht wussten


ls