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Deutscher Fernsehpreis: Stelldichein der TV-Prominenz

Mit tiefen Ausschnitten vorne und hinten schritten die weiblichen Gäste des Deutschen Fernsehpreises über den roten Teppich. Bundespräsident Horst Köhler ließ sich davon nicht beirren - weder während der Verleihung noch auf der After-Show-Party.

Von Ulrike von Bülow und Alexander Kühn

Diesmal war es ein wenig anders. Neben dem Eingang lag ein großer schwarzer Hund, der ziemlich häufig aufstehen musste, um Handtaschen zu beschnuppern. Was das für ein Hund sei, wurde der Hundeführer gefragt. Antwort: "Ein Sprengstoffspürhund." Schon klar. Aber welche Rasse? "Ein holländischer Herder." Der holländische Herder sabberte bei seiner Arbeit derart, dass man seine Handtasche nach der Inspektion gern geduscht hätte.

Bundespräsident Horst Köhler hatte sich angekündigt zur achten Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im "Coloneum" in Köln-Ossendorf, um Friedrich Nowottny für dessen Lebenswerk zu lobpreisen, daher das Sicherheitsgedöns. Wer eine bombenfreie Tasche dabei hatte, bekam seine Akkreditierung ausgehändigt und konnte am roten Teppich mit ansehen, wie der Ex-Fußballprofi Thomas Helmer auflief; irgendjemand sang: "Lukas Podolski!". Helmer tat so, als würde er seine Gattin Yasmina Filali in den Hals beißen, vielleicht, weil die in ihrem lila Kleidchen aussah wie ein Schokoriegel. "Die Ingeborg Schöneberger!", rief eine ältere Dame begeistert, als einer Limousine die Schauspielerin Barbara Schöne entstieg, "endlich mal jemand Bekanntes!". Sat 1-Chef Roger Schawinski hatte im linken Arm eine junge Dame, die auf sehr hohen Schuhen so groß war wie er, also etwa ein Meter siebzig, und die alle Fotografen auf sich und damit auch auf ihn zog: Estefania Küster. Die Ex-Traumfrau von Dieter Bohlen trug ein schwarzes Kleid, tief dekolletiert, und das, was darin steckte, passte prima zur herbstlichen Kürbiszeit. "Ich bin für Sat 1 hier", sagte sie den Reportern. Da mache sie jetzt nämlich "die Sendung 'You can dance'", ui.

"Hat Urs wirklich einen WEISSEN Anzug an?"

Johannes B. Kerner, schwarzer Anzug, schwarzes Hemd, schwarze Krawatte, sagte: "Oh, da ist Sandra, prima, dann kann ich ihr nachträglich zur Hochzeit gratulieren." Sandra Maischberger, die erst kürzlich verriet, seit Ewigkeiten verheiratet zu sein, hielt ihren sehr schwangeren Bauch unter schwarzem Stoff in die Kameras, während ihr Gatte, der Kameramann Jan Kerhart, abseits des roten Teppichs auf und ab schlich. Dann, Gongschlag 18.30 Uhr, kamen Horst und Eva Louise Köhler. Man hatte eine blonde Dame mit einem Tablett und zwei Gläsern Schaumwein für sie bereitgestellt, doch die ließen sie links liegen. Wie auch den holländischen Herder. Der hatte jetzt Feierabend und die Verleihung ging los.

In diesem Jahr war es die ARD, die turnusgemäß den Fernsehpreis ausrichtete, den sie gemeinsam mit ZDF, RTL und Sat 1 verleiht. Und das sollte man bitteschön auch irgendwie merken. Deshalb moderierte Jörg Pilawa, der immer da ist, wenn es im Ersten etwas zu moderieren gibt. Die WDR-Bigband spielte. Und es tanzte das Fernsehballett des MDR, was so gut zu diesem Abend passte wie Urs Meier in seinen Anzug. "Hat Urs wirklich einen WEISSEN Anzug an?" simste Jürgen Klopp von zuhause vor dem Fernseher an Johannes B. Kerner hier im Saal. Ja, hatte er, knallweiß, und der war ihm viel zu groß. Die Herren wurden für ihre Arbeit bei der Fußball-WM mit dem Preis für die beste Sportsendung ausgezeichnet, aber Klopp konnte nicht hier sein - die Bundesliga hat ihn ja wieder.

Kerkeling gewann nicht als Hape sondern als Horst

Jan Fedder wurde für seine Hauptrolle in dem ARD-Film "Der Mann im Strom" als bester Schauspieler geehrt, kam auf die Bühne, sagte: "Joah, das’n Hammer" - und gab dann den Poeten: "Mach einfach vier Wochen ein anderes Gesicht, dann, Alter, das ist kein Scheiß, kriegst du den deutschen Fernsehpreis." Auch kein Scheiß: Beste Schauspielerin wurde Dagmar Manzel für "Die Nachrichten" und "Als der Fremde kam". In der Königsdisziplin "Bester Film" lag das ZDF mit dem Zweiteiler "Dresden" vorn. Beste Unterhaltungssendung wurde die Promi-Ausgabe von "Wer wird Millionär", in der Hape Kerkeling in seiner Rolle als Horst Schlämmer bei Günther Jauch aufgetreten war. Heute kam er als Hape Kerkeling auf die Bühne, gemeinsam mit Jauch, der sich erinnerte: Vor der Show hätten 13-jährige Mädchen gekreischt: "Horst, wir lieben dich!" Und: "Horst, wir wollen ein Kind von dir!", sagte Jauch und blickte in die erste Reihe. "Frau Köhler nickt, Sie kennen das", sagte er dann. Großes Gelächter im Saal, kleines Lächeln bei Frau Köhler.

Ihr Gatte ehrte dann Friedrich Nowotny, Fernsehlegende der gastgebenden ARD, ehemaliger Intendant des in Köln ansässigen WDR, das war so, als wenn die Familie Opa noch mal richtig feiert und der Bürgermeister schaut auch vorbei. Horst Köhler sagte in seiner Laudatio so ungefähr, Nowottny sei einem in Schwarz-Weiß-Zeiten bereits wie Farbfernsehen vorgekommen. Und meinte wohl: anschaulich war’s und, bei allem Tiefgang, unterhaltsam. Friedrich Nowottny entgegnete freundlich, der Besuch des Präsidenten sei "eine Auszeichnung für alle, die in Deutschland Fernsehen machen". So muss man das wohl sehen.

Dann war Party im "Coloneum". Man solle sich dem hohen Gast bitte nicht in den Weg stellen, hieß es in der Anweisung, die vorab an die Presse verschickt wurde. Und ihn nicht beim Essen oder Trinken fotografieren. Aber man durfte ihn beobachten. In seinem mit dicker, roter Kordel abgesperrten Bereich. Horst Köhler genehmigte sich erstmal ein Pils. Schnappte sich dann eine dieser Knabberstangen, die auf allen Tischen herum standen wie Blumensträuße, und löffelte einen "Cocktail von Riesengarnelen". Freundlich prostete er dem ZDF-Intendanten Markus Schächter zu, parlierte dann mit dessen Pendant vom WDR, Fritz Pleitgen. Gegen Mitternacht, als Bastian Pastewka, ausgezeichnet für die beste Sitcom ("Pastewka"), sich mit dem Fußball-Preis des ZDF fotografieren ließ, weil seine eigene Trophäe in der Garderobe lag, als Johannes B. Kerner angeregt mit Christiane Paul plauderte, als Fritz Wepper ständig irgendwelche Leute umarmte und der gar nicht mehr ausgebrannte Tim Mälzer sagte, er fühle sich sauwohl hier - da war der Bundespräsident schon weg. Und mit ihm die dicke, rote Kordel. Es war wieder alles wie immer.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(