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"Pinkelrocker" verlässt Dschungelcamp: Fans trauern Martin Kesici nach

Die Nachricht kam überraschend: Nicht der dauerunzufriedene Vincent Raven, nicht der labile Daniel Lopes, sondern Martin Kesici verlässt als erster das Dschungelcamp. Die Fans reagieren mit Trauer und Unverständnis.

Von Carsten Heidböhmer

Lange galt Martin Kesici als einer der Schwachpunkte im Dschungelcamp 2012. Zumeist hing er träge in seiner Matte, popelte in der Nase oder furzte - und formte immer wieder die Hände zum Teufelsgruß (Foto). Das brachte ihm vonseiten der spottenden Moderatoren schnell den Spitznamen Vier-Finger-Faultier ein.

Doch gerade in dem Moment, wo das Faultier aktiv wurde und sich in einer Dschungelprüfung bravourös bewährte, verlässt Kesici das Camp. Über die Gründe kann zum derzeitigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sein Management muss sich wie alle anderen Zuschauer bis zur Ausstrahlung der nächsten Sendung gedulden. Und auch Kesicis Freund und Co-Autor seines Buches, Markus Grimm, hatte wegen der Zeitverschiebung noch keine Gelegenheit, mit dem Rockmusiker zu sprechen.

Heute Abend fliegt ein weiterer Kandidat

Auch bei RTL will man keine Gründe verraten, ein Sprecher bestätigte stern.de lediglich den Auszug Kesicis. Alles andere erfahre man in der Sendung heute Abend. An dem Abstimmungsmodus ändert sich durch den freiwilligen Ausstieg zunächst einmal nichts: Es bleibe dabei, dass heute Abend erstmals ein Kandidat von den Zuschauern per Telefonabstimmung herausgewählt wird.

Über den weiteren Fortgang gibt es vonseiten des Senders jedoch noch keine klare Ansage. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder verzichtet RTL in einer der nächsten Sendungen darauf, einen Kandidaten herauswählen zu lassen. Oder aber das Finale am 28. Januar findet nur mit zwei Kandidaten statt.

"Traurig ist, dass Du rein bist"

Bei den Fans des langhaarigen Rockmusikers sorgte der Ausstieg für Überraschung und Verwirrung. "Er hat schlafend, furzend und rülpsend wirklich super Stimmung ins Camp gebracht", schreibt ein Anhänger auf Kesicis Facebook-Seite. Andere kritisierten dagegen, dass er überhaupt bei diesem Format mitgemacht hat: "Traurig ist nicht, dass Du raus bist. Traurig ist, dass Du rein bist", bringt ein Fan das Unbehagen zahlreicher Metalheads an der Ekelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zum Ausdruck. Dementsprechend äußern sich auf Facebook viele erleichtert, dass sie die Sendung nun, da ihr "Star" draußen ist, nicht mehr sehen müssten.

Es gibt zwar auch Kritik und Häme für Martin Kesici, der weniger mit Körperhygiene von sich reden gemacht hatte, sonder dadurch aufgefallen war, dass er nachts ins Camp gepinkelt hatte. So schreibt denn auch ein Nutzer: "Ein Glück, der Pinkelrocker ist doch eingeschlafen. Wäscht sich nicht, schaut aber anderen beim Baden zu."

Insgesamt überwiegt aber doch die Bewunderung für Kesicis Cleverness, für einen einwöchigen Dschungeltrip ordentlich Geld kassiert zu haben: "Die Woche musste er wegen der Strafe von 30.000 durchhalten. Jetzt hat er die 15.000, die Schulden von der Backe und eine Woche Urlaub mit seiner Freundin. Also alles richtig gemacht." Scheitern als Chance - seine Fans hat Kesici mit diesem Schritt also nicht vergrault.