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TV-Kritik

"Ich bin ein Star": Proll gegen Pink - so flogen vor dem großen Wiedersehen die Fetzen

Geht doch: Der Unterfranke Hubert Fella gerät mit dem Jenny-Clan aneinander und sorgte zum Abschluss noch für einen Aufreger. Ansonsten hatten sich im Baumhaus alle wieder lieb - bis auf Giuliana.

Von Mark Stöhr

Matthias Mangiapane und Jenny Frankhauser bei ihrem Wiedersehen im Dschungelcamp

"Sie hätte dich nicht getötet", beruhigt Jenny Frankhauser Matthias Mangiapane, als sie den Einspieler über den Auftritt ihrer Mutter sieht

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Ei, ei, ei. Im Camp ging 16 Tage lang nichts – dafür ging es draußen zur Sache. Pünktlich zur Bilanzshow im Baumhaus lieferte RTL die Bilder eines Scharmützels, das sich offenbar nach dem Rauswurf von Matthias Mangiapane im Hotel Versace ereignet hatte. Zwei Clans waren im Clinch: Auf der einen Seite Jenny-Mutter Iris Klein und ihr Mann Peter, auf der anderen Matthias und sein Lebensgefährte Hubert Fella. Proll gegen Pink, Ludwigshafener Barock gegen Hammelburger Rokoko.

Von Iris Klein weiß man, dass sie ein Bulldozer ist, mit viel Stahl und nur ganz wenig IT. In einer WhatsApp-Gruppe soll sie Matthias als "Arschloch" bezeichnet haben. Hubert Fella, auch nicht gerade ein Professor für höhere Mathematik, hatte in der Sendung behauptet, sie habe die Beleidigung auf Facebook gepostet. "Das ist eine Lüge", zischte die Klein beim Screening im Versace in Richtung des Reiseveranstalters. Daraus entwickelte sich ein sportlicher Schlagabtausch, in dessen Verlauf Peter Klein lautstark darüber sinnierte, dass er Hubert auch einfach so eins in die Fresse hauen würde, ohne dies vorher in der Presse anzukündigen. Fazit des Beefs: Iris Kleinhirn bekräftigte ihre Drohung, sie hätte Matthias "im Tümpel ertränkt", wenn sie im Camp gewesen wäre.

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Ein bisschen "Maiskini", ein bisschen "Alpaka-Schwein"

Jenny flog fast die Gemüsekrone vom Kopf, als sie den Einspieler mit den hässlichen Konjunktiven im Baumhaus vorgesetzt bekam. "Meine Mama", versuchte sie zu deeskalieren, "ist sehr beschützend und übertreibt manchmal." Das mit dem Tümpel sei nur so ein Spruch gewesen - zu Matthias gewandt: "Sie hätte dich nicht getötet." Das war eine beruhigende Botschaft. Überhaupt ist zwischen ihr und Matthias "alles gut", zumal eine Nachanalyse der berüchtigten zweiten Dschungelprüfung - der Grund für den ganzen Ärger - ein für allemal bewies, dass Matthias genauso verkackt hatte wie Jenny.

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Ein glücklicher Vierter: David Friedrich musste einen Tag vor dem großen Dschungelfinale das Camp verlassen. Etwas schmaler aber mit noch immer perfekt sitzenden Haaren macht er sich auf den Rückweg ins Hotel. Sein Frisurengeheimnis muss der "Bachelorette"-Gewinner noch verraten. 

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Die Revue der 12. Staffel machte noch einmal MAZ für MAZ deutlich, was für ein bräsiges Geschaukel das diesjährige Dschungelcamp war. Ein bisschen Nikotingate, ein bisschen "Maiskini", ein bisschen "Alpaka-Schwein". Vize-Gewinner Daniele Negroni meinte es ernst, als er aus Protest gegen den Zigaretten-Entzug zum Generalstreik aufrief ("Das wird der langweiligste Scheiß auf RTL, den sie jemals hatten").

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Was vom gestrigen Best-of aus dem Baumhaus hängenbleibt, sind ein paar dürre Erkenntnisse. Ansgar Brinkmann bedauerte seinen vorzeitigen Auszug und fand die ganze Erfahrung dann doch "leider geil" ("Das war ein Trainingslager der besonderen Art, für das ich im Nachhinein auch bezahlen würde"). Sidney "Ein Zigarett' bitte - vielleicht zeig' ich auch mein Penis" Youngblood stellte seine eher weinerliche Performance noch einmal richtig ("Ich bin keine Heulsuse, sondern ein Mann"). Tina York erklärte, warum sie bei dem Bootsunglück gleich zu Beginn fast über den Jordan gegangen wäre ("Ich kann schwimmen, aber die Lianen haben mich zurückgehalten"). Und Natascha Ochsenknecht fügte ihren vielen Brigitte-Woman-Weisheiten noch eine weitere hinzu ("Jede Frau ist irgendwo eine Psychologin").

"Giuliana war nicht die Fleißigste"

Nicht so gut lief es für Giuliana Farfalla. Das erratische Model mit dem rätselhaften Abgang kassierte von seinen ehemaligen Mitbewohnern ungewohnte deutliche Kritik. "Sie hat wirklich viel geschlafen", monierte (ausgerechnet) Tatjana Gsell, "und war nicht die Fleißigste." Tina York ergänzte: "Sie hat viel gegessen!" - während die Ochsenknecht zum vorerst letzten Mal ihre getönten Röntgenaugen ausfuhr: "Giuliana war die Unsicherste. Sie ist halt quirlig und verpeilt. Darum bricht bei ihr manchmal das Chaos aus."

Die Gescholtene wand sich auf der Bank und kriegte kaum einen graden Satz heraus. Was ihr der Dschungel denn gebracht habe, wurde sie gefragt. Sie darauf: "Viel. Dass ich doch nicht so stark bin, wie ich dachte. Und mehr Follower auf Instagram." Der Wahnsinn. Demnächst will sie ein Buch über ihr Leben schreiben. Man wünscht ihr einen guten Ghostwriter.

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