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Dschungelcamp 2017: Hanka - von der Hexe zur Heldin

Das ist der Stoff, aus dem die Dschungelträume sind: Hanka Rackwitz überwand am Mittwoch ihre Ängste und holte zwölf Sterne in der Prüfung. Damit gilt sie ab sofort als Topfavoritin auf die Dschungelkrone.

Hanka Rackwitz im Dschungelcamp

Hanka Rackwitz jubelt: Gerade hat sie ihre Dschungelprüfung mit Bravour bestanden und alle zwölf Sterne gewonnen.

Dschungelcamp-Gucker erinnern sich gerne an Joey Heindle. Der reiste 2013 als Junge nach Australien und kehrte als Mann wieder heim. Eine Geschichte, die so viele Zuschauer berührte, dass Heindle zum Dschungelkönig gewählt wurde. Ganz ähnlich verlief die Entwicklung von Menderes Bagci, der im vergangenen Jahr als kompletter Außenseiter und Verlierertyp ins Camp kam, sich aber im Laufe der 16 Tage so viel Respekt erarbeitete, dass er es als Sieger verließ.

Joey und Menderes rührten auch deshalb so viele Zuschauer, weil ihrer Entwicklung ein Grundmuster zugrunde lag, auf dem Mythen, und Erzählungen seit Jahrtausenden basieren. Es ist das Konzept der Heldenreise: Der Protagonist zieht in die Welt, besteht unterwegs Bewährungproben - und kehrt als anderer, gereifter oder geläuterter Mensch zurück.

Hanka Rackwitz mausert sich zur Favoritin im Dschungelcamp

Genau eine solche Entwicklung macht derzeit Hanka Rackwitz durch. Als sie ins Dschungelcamp kam, war sie in den Augen vieler Zuschauer gleich mit mehreren Makeln behaftet. Zum einen hing der Sächsin noch immer der Spitzname nach, den sie 2000 bei ihrer Teilnahme an "Big Brother" verpasst bekam: "Hexe Hanka".

Zum anderen wurde sie aufgrund ihrer multiplen Zwangsneurosen als die Kandidatin gehandelt, die als erstes im Dschungel das Handtuch wirft. Doch weit gefehlt: Je länger das Camp dauert, desto mehr arrangiert sich die 47-Jährige mit ihrer Situation im Urwald und desto mehr Sicherheit gewinnt sie. Das war für jedermann sichtbar, als sie bei der Dschungelprüfung in einen Windmühlenflügel stieg und dort zehn Minuten von Kleintieren überschüttet wurde, während sich die Mühle unermüdlich drehte.

Hanka und die Toilette

Anstatt in Panik zu geraten oder die Prüfung gar nicht erst anzutreten, bewahrte Hanke kühlen Kopf. Eine beachtliche Leistung für eine Frau, die wegen ihrer zwanghaften Angst vor Keimen seit ihrem Einzug noch nicht auf die Dschungeltoilette benutzt hat. 

Was ihre Phobien angeht, ist Rackwitz ganz klar auf dem Weg der Besserung: Am Mittwoch erwischten die Kameras sie dabei, wie sie kurzzeitig Nicole Mieth umarmte - Körperkontakt war bis dahin für die Sächsin tabu. Wenn Sie jetzt noch ihrer Toilettenblockade überwinden könnte - dann dürfte ihrem Weg zur Dschungelkrone nur wenig im Weg stehen.


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