HOME

DSDS-Finale: Daniel siegt in der Tränenschlacht

Es war knapp, kitschig und kuschelig: Daniel Schuhmacher setzte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung im Finale von "Deutschland sucht den Superstar" gegen Sarah Kreuz durch. Ein Herzschlagfinale mit Pathos und Zuckerguss: Den Siegertitel "Anything But Love" sangen die Finalisten unter Tränen gemeinsam.

Von Christopher John Peter

Es gab keinen Kniefall und keine ekstatisch in den Himmel gestreckten Arme, wie bei Thomas Godoj oder Mark Medlock, den Gewinnern der vergangenen Jahre. Schüchtern, fast Schutz suchend, umklammerte Daniel Schuhmacher seine Mitfinalistin Sarah Kreuz. Der frisch gebackene 22-jährige Sieger der sechsten Staffel der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" weinte hemmungslos. Tränen der Rührung, der Erleichterung und der Freude.

Das passende Ende eines Abends der leisen und balladesken Töne. Daniel holt Sarah für das Siegerlied mit auf die Bühne. Umrahmt vom schwülstig-schimmernden roten Scheinwerferlicht sangen beide im Duett den Dieter-Bohlen-Song "Anything But Love" - zum dritten Mal an diesem Abend. Fernsehen kann schrecklich schön sein, wenn es eine emotional aufgeladene Show geben soll.

Zunächst herrschte "Business as usual". Die Jury, zur Feier des Tages ganz in weiß gekleidet, schritt herein. Dann senken sich unter den monumentalen Klangen von "Also sprach Zarathustra" (besser bekannt als die Filmmusik von "2001: Odyssee im Weltraum") stählerne Käfige mit den Musikmatadoren auf die Bühne herab. Doch anstatt kraftvollen, zum Kampf bereiten Zuchtbullen standen nur scheue Kälbchen auf der Bühne des Kartenvorlesers Marco Schreyl.

Die Rückkehr des Mauerblümchens

"Sarah, bist du 100-prozentig vorbereitet auf das, was du gleich erleben wirst?" Willkommen in der Moderatorenhölle. "Wie meinst du das?", bricht es prompt aus der Finalistin heraus. Die Augen ängstlich aufgerissenen. Die Stimme stockend, vor Aufregung zitternd. Eine medienwirksame Jubelshow sollte anders starten.

Auf einmal war Sarah Kreuz wieder das Mauerblümchen der ersten Folgen, das Mädchen, das den Verlobten Fando für DSDS verließ, um bei RTL ihr Glück zu finden. Eine unsichere 19-jährige Sinti aus dem bayrischen Poppenhausen, die ohne Abschluss die Hauptschule verließ und seitdem auf der Suche nach einem Job ist, nach einem Platz in der Welt. Eine Rampensau wie ihre Konkurrentin Annemarie, die Nackenschläge locker weglächelt, ist sie nicht.

Aber die Musik liegt ihr im Blut. Mit dem Song "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman" von Aretha Franklin fängt sie sich und verzauberte nicht nur die Jury. "Ein Killertitel, viel besser kann man das gar nicht singen", lobte Bohlen. Mitjuror Volker Neumüller hielt den Auftritt für, wie sollte es anders sein, "unglaublich toll" und fühlte sich "getouched". Das rief auch Moderator Schreyl auf den Plan, der mit herrlich dadaistischen Kommentaren wie "Heute ist Weihnachten. Für sie und für Sarah Kreuz" glänzte.

Kopf an Kopf

Dem wortkargen Schuhmacher, dessen längste Sätze Kommentare wie "Noch nicht", "Ich bin ein unsicherer Mensch" oder "Auf jeden Fall" waren, fehlte es zunächst nicht nur an Bühnenpräsenz. Seine erste Nummer "Soulmate" von Natasha Bedingfield klang holprig und zerfasert. Die Jury gab sich dennoch begeistert. "Niemand hat einen so hohen Wiedererkennungswert wie Du, niemand hat eine so geile Stimme wie Du", schwärmte Bohlen.

Dann kam die große Überraschung: Nach dem ersten Song verkündete RTL die Zwischenstände der für die Kandidaten eingegangenen Anrufe. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen: 50 Prozent für Daniel, 50 Prozent für Sarah. So knapp war es noch nie bei einem DSDS-Finale!

In den vergangenen Jahren wurden wohlweislich keine regelmäßigen Wasserstandsmeldungen der Zuschauerabstimmung abgegeben, führten doch Godoj und Medlock stets meilenweit im Telefon-Voting. Ein Ergebnis, das die Auguren der Fernsehunterhaltung auch für Daniel Schuhmacher vorhersagten, stimmen doch aus Erfahrung die Mädchen, die Zweidrittel der Anrufer stellen, zumeist für einen männlichen Teenieschwarm. Bereits im Vorfeld forderte zudem die als umstrittene drittplatzierte Kandidatin ausgeschiedene Annemarie Eilfeld als selbsternannte "Siegerin der Herzen" ihre Fans auf der Titelseite der "Bild"-Zeitung auf: "Wählt alle Daniel." Doch die Zuschauer riefen in Massen für die gesanglich deutlich agilere Sarah an.

Stehende Ovationen nach dem zweiten Durchgang

Eine wirklich rundherum gute Leistung legten dann beide Finalisten im zweiten Durchgang hin. Daniel brillierte mit "Ain't No Sunshine" von Bill Withers. In einem schwarzen, engen und freizügig geschnittenen Kleid gab Sarah "I Will Always Love You" von Whitney Houston zum Besten.

Jury und Publikum feierten beide mit stehenden Ovationen. Den dritten Titel, "Anything But Love", zugleich auch die Siegersingle, mussten beide intonieren, was jedoch Daniel deutlich besser gelang. Komponiert ist das Stück natürlich von Dieter Bohlen.

Einspielfilmchen erinnerten zwischendurch an die traumatische Jugend der Kandidaten, wie etwa daran, dass Daniel von Mitschülern gemobbt und geschlagen wurde. Positive Bestätigung sieht anders aus, aber die Tränendrüse soll ja nicht austrocknen. Kein Wunder, dass die Finalisten zwischen den Gesangseinlagen weniger wie Sieger, sondern eher wie Schiffbrüchige eines Leck geschlagenen Unterhaltungsdampfers wirken. Immer wieder fielen sie sich in die Arme, suchten gegenseitig bei sich Schutz.

Mehrere mäandrierende Moderationen später ("Sarah, Du bist hier hergekommen als Mädchen ohne Zukunftsaussichten..." - "Daniel, es ist nicht lange her, da bist Du ein Bündel von Unsicherheit gewesen...") kommt die Katharsis. Endlich die Erlösung - vor allem für die zwei unschuldigen jungen Menschen im emotionalen Folterkabinett von RTL. Da ist es nur natürlich, dass die Zuschauer zu gleichen Teilen verhindern wollen, einen der beiden "Sozialfälle" zurück ins Unglück zu stürzen.

Zumindest für RTL ging die Rechnung auf. Mit dem knappsten Ergebnis in der DSDS-Geschichte stimmten 50,47 Prozent der Anrufer für den als Teenieschwarm titulierten Pfullendorfer. Daniel Schuhmacher hat nun den fragwürdigen Titel "Superstar" in der Tasche sowie einen Plattenvertrag mit Sony Music. Die erste Single kommt Freitag auf den Markt - der Bohlen-Song "Anything But Love".

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(